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In Baden-Württemberg nimmt frachtbasierte Ermittlung bei kommunalen Kläranlagen zu

In Baden-Württemberg nimmt frachtbasierte Ermittlung bei kommunalen Kläranlagen zu
Klärbecken.
06.05.2021 − 

Im Rahmen des 47. Leistungsnachweises der kommunalen Kläranlagen in Baden-Württemberg ist die Datenerhebung für 2020 bereits zum vierten Mal in Folge auch mit der frachtbasierten Methode erfolgt. Nach 487 Anlagen im Jahr 2019 haben im Jahr 2020 bereits 587 Anlagen ihre Daten frachtbasiert übermittelt. Somit zeichne sich weiterhin eine sehr positive Entwicklung hin zur realitätsnäheren frachtbezogenen Ermittlung ab, heißt es im Bericht zum Leistungsnachweis 2020, den der DWA-Landesverband Baden-Württemberg jetzt vorgelegt hat.

Insgesamt 890 kommunalen Kläranlagen waren im vergangen Jahr in Baden-Württemberg in Betrieb, stillgelegte Kläranlagen sind in dem Bericht nicht mehr enthalten, ausgenommen die Anlagen, die für das Jahr 2020 noch vollständige Datensätze einreichen konnten.

Von 874 Kläranlagen konnten plausible und vollständige Datensätze in die Auswertungen für den Leistungsnachweis 2020 einbezogen werden, heißt es. Diese Anlagen haben insgesamt eine Ausbaugröße von 21,58 Mio. EW bzw. eine mittlere Einwohnerbelastung von15,49 Mio. E bezogen auf 120 g CSB/(E·d).

Kommunale Kläranlagen behandelten insgesamt rund 1.473 Mio. m³ Abwasser

In den (erfassten) kommunalen Kläranlagen in Baden-Württemberg wurden im vergangenen Jahr insgesamt rund 1.473 Mio. m³ Abwasser behandelt. Der mit-behandelte Regenwasserabfluss lag bei 502 Mio. m³, der Schmutzwasserabfluss bei rund 605 Mio. m³. Die Fremdwassermenge war mit 368 Mio. m³ gegenüber dem Vorjahr konstant. Der Fremdwasseranteil ergab sich damit zu 38 Prozent und lag auf einem niedrigen Niveau wie bereits im Jahr 2019.

Die spezifische Abwassermenge betrug laut dem Bericht rund 95 m³/(E·a). Sie setzte sich zusammen aus 39 m³/(E·a) Schmutzwasser (107 L/(E·d)), 24 m³/(E·a) Fremdwasser und 32 m³/(E·a) Regenwasser. General lasse sich wie in den letzten Jahren feststellen, dass mit steigender Größenklasse, die spezifische Schmutzwassermenge ansteigt (größerer gewerblicher Einfluss), die spezifische Fremdwassermenge abnimmt (geringere spez. Kanalnetzlänge) und die mitbehandelte Regenwassermenge spezifisch abnimmt (geringerer Versiegelungsgrad je Einwohner).

Im Jahr 2020 lag auf 216 Kläranlagen der mittlere Fremdwasseranteil bei unter 25 Prozent (8,4 Mio. Ausbau-EW). Einen mittleren Fremdwasseranteil von 25 bis 50 Prozent wiesen 340 Anlagen auf (9,3 Mio. Ausbau-EW). Die Anzahl der Kläranlagen mit sehr hohen Fremdwasseranteilen von mehr als 50 Prozent war gegenüber dem Vorjahr gesunken auf 318 Anlagen (2019: 343 Anlagen). Die entsprechende Ausbau-EW für diese Fremdwasserklasse war konstant geblieben (3,9 Mio. Ausbau-EW; Vorjahr: 3,9 Mio. Ausbau-EW).

CSB-Medianwert bei 395 mg/L

Was die Abwasserzusammensetzung angeht, lag der Medianwert, d.h. der Wert, der von 50 Prozent der Anlagen unterschritten wird, beim CSB bei 395 mg/L, für die Nges-Konzentration bei 42,0 mg/L sowie für die Pges-Konzentration bei 5,5 mg/L. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Medianwerte im Zulauf für CSB, Nges und Pges leicht aufgrund des niedrigeren Verdünnungsgrades durch Regenwasser gegenüber dem etwas nasseren Jahr 2019. Mehr als 70 Prozent der Kläranlagen aus Größenklasse 2 bis 4 erreichten im Jahresmittel CSB-Werte im Ablauf von ≤ 20 mg/L. In der Größenklasse 5 waren es 60 Prozent der Anlagen, die im Jahresmittel CSB-Ablaufwerte von unter 20 mg/L erreichen.

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