|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

In Leipzig soll es mehr Raum für Regenwasser in der Stadt geben

In Leipzig soll es mehr Raum für Regenwasser in der Stadt geben
Bildquelle: Jrgen Flchle - Fotolia
02.07.2018 − 

In Leipzig soll die Stadtplanung in Zukunft die Auswirkungen von Starkregen stärker berücksichtigen. Aus diesem Grund haben die Stadt Leipzig und die Leipziger Wasserwerke das Projekt „KAWI-L – Kommunale Anpassungsstrategie für wassersensible Infrastrukturen in Leipzig“ initiiert. Gemeinsam mit den Wasserwerken untersucht die Stadtverwaltung darin die Auswirkungen von Starkregen-Ereignissen auf die wachsende Stadt.

Erste Erkenntnisse aus dem Projekt sind nun auf der Webseite www.L.de/starkregen veröffentlicht worden, teilten die Stadt und die Stadtwerke gemeinsam mit. Mithilfe von KAWI-L erwarten sich die Projektpartner den Angaben zufolge Erkenntnisse, wo Maßnahmen zum Rückhalt von Regenwasser sinnvoll wären. Mit konkreten Ergebnissen rechne das Projekt bis Mitte nächsten Jahres.

„Die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für die Gefahren durch Starkregen ist ein wesentliches Anliegen des Projekts. Einen hundertprozentigen Schutz vor Unwettern wird es nie geben. Umso wichtiger ist es, Risiken für das eigene Grundstück zu erkennen und soweit möglich Vorsorge zu treffen“, sagt der Leiter des Leipziger Verkehrs- und Tiefbauamtes (VTA), Michael Jana.

Im Projekt KAWI-L arbeiten das VTA, das Amt für Umweltschutz sowie die Wasserwerke unter wissenschaftlicher Begleitung der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) seit Anfang 2017 gemeinsam an ganzheitlichen Ansätzen für den Umgang mit extremen Niederschläge, hieß es. Untersucht und berechnet werden Fließwege von Wasser im Stadtgebiet, verschiedene Regenszenarien mit variierenden Regenmengen und -zeiten oder das Ablaufverhalten über die Kanalisation. Auch Erfahrungen aus früheren Regenereignissen sowie Ergebnisse einer aktuellen Befliegung hinsichtlich der Versiegelung von Flächen sowie andere relevante Parameter fließen den Angaben zufolge in die Betrachtungen mit ein.

„Ziel ist es, langfristig ein neues Arbeitsinstrument für die Stadtplanung und -gestaltung sowie für den Kanalbetrieb zu entwickeln“, sagt die Leiterin des Amts für Umweltschutz, Angelika Freifrau von Fritsch. „Bei der Planung neuer Quartiere oder Erschließungsmaßnahmen berücksichtigt die Stadt Leipzig schon heute Aspekte des naturnahen Regenwassermanagements – zum Beispiel im Rahmen der Gründachstrategie. Auch die Wasserwerke setzen schon heute auf eine intelligente Stauraumbewirtschaftung im Kanal.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − AWS GmbH übernimmt Betrieb von Klärgasanlage

BASF erhöht Preise für Wasserchemikalien  − vor