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INEL unterstützt Kommunen bei Klärschlamm-Verwertung

INEL unterstützt Kommunen bei Klärschlamm-Verwertung
© Michael Schtze - Fotolia
26.03.2019 − 

Das Innovationsnetzwerk Energiesysteme Ländlicher Raum (INEL) des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt kommunale Kläranlagen und mittelständische Unternehmen bei der Umsetzung kleiner dezentraler thermischer Klärschlamm-Verwertungsanlagen. Wie das Netzwerk aktuell mitteilte, ist es dabei das Ziel, dass insbesondere eigene Reststoffe selbst entsorgt und verwertet werden können. Das Netzwerk trete dabei als Projektentwickler und -umsetzer auf und übernehme bei Bedarf sämtliche Planungs- und Betriebsschritte, sodass Anwender eine schlüsselfertige Lösung erhielten.

Auf Grundlage der bestehenden Technologien werde ein individuell angepasstes Konzept erstellt und anschließend der jeweils effizienteste Technologiemix gewählt. Auf diese Weise ließen sich Kläranlagen beispielsweise so erweitern, dass neben einer Trocknung auch eine thermische Verwertung vor Ort mit integrierter Nährstoffrückgewinnung erfolgen könne.

Einsatz von Kleinst-Wirbelschichtfeuerung

Dazu installieren die Mitarbeiter des Netzwerks den Angaben zufolge geeignete Trockner, und durch den Anschluss eines dezentralen Drehrohrkessels oder einer Kleinst-Wirbelschichtfeuerung könne die getrocknete Masse thermisch verwertet werden. Die dabei entstehende Wärme sei wiederum für die Schlammtrocknung zu verwenden, sodass ein geschlossener Wärmekreislauf geschaffen werde.

Transportkosten entfallen

Die Konzepte rechnen sich dem INEL zufolge bereits für kleine Klärschlammmengen ab 10.000 Tonnen entwässerter Schlamm pro Jahr. Schon beim Zusammenschluss von drei bis fünf kleineren Kläranlagen beziehungsweise Kommunen könne eine solche Menge wirtschaftlich realisierbar sein. Da der Schlamm nicht mehr zu einem Kraftwerk oder einer anderen Verbrennungsanlage gebracht werden müsse, entfielen auch Transportkosten und schwankende beziehungsweise stetig steigende Abnahmepreise. Für den Anlagenbetreiber liefere die dezentrale Lösung neben Entsorgungssicherheit also auch eine langfristige und planbare Preisstabilität.

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