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IWW meldet erste Erfolge im Projekt MERK’MAL

IWW meldet erste Erfolge im Projekt MERK’MAL
Bildquelle: Fotolia
02.10.2017 − 

Die im Juli gestartete Sammlungsphase des Mülheimer Modellprojekts MERK’MAL zeigt erste Erfolge. Die Rücklaufquote ist gut, teilte das IWW Rheinisch-Westfälische Institut für Wasserforschung mit, unter dessen Federführung das Projekt läuft. Viele der Patienten, die auf das Projekt angesprochen würden, hätten sich an der Sammlung beteiligt.

MERK’MAL soll das Vorkommen von Röntgenkontrastmitteln (RKM) in der Ruhr und im gesamten Wasserkreislauf reduzieren. Seit dem 3. Juli würden in Mülheim an der Ruhr in zwei Krankenhäusern sowie in zwei radiologischen Praxen Teilnehmer-Sets an Patienten verteilt, die im Rahmen einer radiologischen Untersuchung Röntgenkontrastmittel zu sich genommen haben, erklärte das IWW. Die Patienten verwenden direkt nach der Untersuchung bei den ersten vier Toilettengängen einen Urinbeutel.

Die Beutel, in denen der Urin in ein geruchloses Gel umgewandelt wird, werden anschließend im normalen Hausmüll entsorgt. Dadurch gelangen die Kontrastmittel nicht mehr ins Abwasser. Jeder radiologisch untersuchte Patient könne somit helfen, die Wasserqualität zu verbessern. Allerdings setze das die Bereitschaft voraus, für 24 Stunden nach der Untersuchung Urinbeutel zu nutzen.

MERK’MAL wird durch Experten des IWW Zentrum Wasser aus Mülheim und des Duisburger Instituts für Energie- und Umwelttechnik (IUTA) wissenschaftlich begleitet. Sie entnehmen regelmäßig Wasserproben und analysieren sie. Nach der ersten von zwei Messreihen sei bereits jetzt zu erkennen, dass die RKM-Konzentration im Abwasser während der Sammlungsphase niedriger ist. Besonders deutlich sei der Unterschied bei dem weit verbreiteten Wirkstoff Iohexol. Seine Konzentration sei nach den vorläufigen Befunden in der Sammlungsphase um rund 45 Prozent gesunken.

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