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IWW-Studie: Klimawandel führt zu steigenden Grundwasser-Temperaturen

IWW-Studie: Klimawandel führt zu steigenden Grundwasser-Temperaturen
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20.03.2019 − 

Der Klimawandel wirkt sich nachteilig auf das Grundwasser aus – allerdings nicht nur auf die Grundwasserneubildung, sondern auch auf die Temperatur des Grundwassers. Zu diesem Schluss kommt eine von Thomas Riedel am Rheinisch-Westfälischen Institut für Wasserforschung (IWW) durchgeführte Studie, die aktuell vorgestellt wurde. Dies konnte den Angaben zufolge durch Beobachtungen an Grundwassermessstellen festgestellt werden. Die Ergebnisse der Studie „Temperature-associated changes in groundwater quality“ wurden in der Fachzeitschrift Journal of Hydrology veröffentlicht.

Es sei schon länger bekannt, dass der Klimawandel weltweit die Menge an verfügbarem Grundwasser beeinflusst. Besonders langanhaltende Phasen mit wenig Niederschlag, wie sie im Sommer 2018 vorkamen, stellen die Grundwasservorkommen auch in Deutschland in Zukunft unter Stress. Bisher sei allerdings wenig darüber bekannt, welche Auswirkungen die durch Klimawandel bedingten langsam steigenden Temperaturen in Böden und Grundwasserleitern auf die chemische Zusammensetzung und damit die Qualität des Grundwassers haben.

Bei den nun durchgeführten Untersuchungen an über 2.000 Grundwasserbeobachtungspunkten in Baden-Württemberg hat sich den Angaben zufolge gezeigt, dass bereits geringe Anstiege der Temperatur im Grundwasser für messbar sinkende Sauerstoffgehalte und pH-Werte sorgen. Dies sei auch für die Aufbereitung in der Trinkwassergewinnung relevant.

So steigen zum Beispiel die Konzentrationen von Kohlensäure, Mangan und organischem Kohlenstoff mit steigenden Temperaturen, heißt es in der Studie. Zudem müsse mit Qualitätseinbußen gerechnet werden, was zusätzliche Anstrengungen zur Reinigung erforderlich machen könnte. Dies betrifft laut Studie unter anderem die Dosierungen von Flockungsmitteln und Chlor. Außerdem erhöhe sich durch den Temperaturanstieg auch der Salzgehalt im Grundwasser, was sich ebenso auf die Trinkwassergewinnung auswirkt.

Der Einfluss der Erwärmung auf die unterirdischen biogeochemischen Kreisläufe und die Grundwasserqualität werde derzeit in Prognosen über die zukünftige Süßwasserverfügbarkeit nicht berücksichtigt. Deswegen müsse bei der Grundwasserbewirtschaftung verstärkt auf diese Problematik geachtet werden, um die Qualität und Quantität des Grundwassers in Zukunft zu sichern.

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