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Kläranlagen können Mikroplastikpartikel weitgehend entfernen

Kläranlagen können Mikroplastikpartikel weitgehend entfernen
Reifenabrieb ist Hauptquelle für Mikroplastik
26.04.2021 − 

Kläranlagen können mit konventionellen Behandlungsverfahren die in Abwässern enthaltenen Mikroplastikpartikel weitgehend entfernen. Durch den Einsatz einer der Kläranlage nachgeschalteten Ultrafiltration kann der Partikelrückhalt sogar noch weiter erhöht werden. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse des Forschungsprojektes „Plastrat“ unter Koordination der Universität der Bundeswehr München. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund drei Millionen Euro im Forschungsschwerpunkt „Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze“ geförderte Verbundvorhaben hat nach Ende der dreijährigen Laufzeit seinen Synthesebericht veröffentlicht.

„Die Forschung im Bereich von Mikroplastik erfordert einen ganzheitlichen Ansatz“, betonten Prof. Christian Schaum und Prof. Steffen Krause von der Universität der Bundeswehr München. Dies fange bei einer notwendigen Standardisierung von Probenahme, -aufbereitung und Analyse von Mikroplastik sowohl aus wässrigen Proben als auch aus Klärschlamm an. „Im Projekt Plastrat haben wir erste Ansätze dafür entwickelt“, erklärte die Forscher.

Wie die Hochschule mitteilte, geht der Bericht unter anderem der Frage nach, wie hoch die Einträge von Mikroplastik in Gewässer durch die Siedlungswasserwirtschaft sind und wie sie gemessen und reduziert werden können. Darüber hinaus beschäftigt sich der Bericht mit den Auswirkungen von Mikroplastik auf Gewässer und Menschen und beleuchtet Handlungsoptionen zur Reduktion von Mikroplastikeinträgen für Hersteller und Verbraucher. Mit 48 Prozent stehe der Reifenabrieb als Quelle für Mikroplastik an erster Stelle. Danach folgten mit zwölf Prozent die Emissionen bei der Abfallentsorgung.

Aufgrund der Vielzahl unterschiedlichster chemischer Verbindungen, die in Kunststoffen enthalten sind, bleibe es schwierig, human- und ökotoxikologische Effekte einzelnen Substanzen zuzuordnen, hält die Hochschule fest. Bei den untersuchten Kunststoffen konnten die Forschenden jedoch unter anderem hormonelle Wirkungen identifizieren. Darüber hinaus stellten sie fest, dass sich die Anzahl an nachgewiesenen Verbindungen durch UV-Bestrahlung in den untersuchten Proben zusätzlich erhöht hat und sich auch die Anzahl an den Partikeln anhaftender hydrophober Schadstoffe bei Passage der Kläranlage erhöht.

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