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Konsortium erarbeitet Konzept zur Klärschlammverwertung in Mittelhessen

Konsortium erarbeitet Konzept zur Klärschlammverwertung in Mittelhessen
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28.02.2019 − 

Ein Konzept zur Gewinnung von Phosphor und Energie aus Klärschlamm ist derzeit Gegenstand eines Projekts der TH Mittelhessen. Die Professoren Ulf Theilen, Harald Weigand und Harald Platen vom Kompetenzzentrum für Energie- und Umweltsystemtechnik arbeiten dabei unter anderem mit den Stadtwerken Gießen, den Mittelhessischen Wasserbetrieben und dem Institut für Pflanzenernährung der Justus-Liebig-Universität zusammen, teilte die TH Mittelhessen mit. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben mit 125.000 Euro.

Die Projektpartner wollen ein Konzept entwickeln, das „für alle Kläranlagen der Partner-Kommunen in der erweiterten Region Mittelhessen unabhängig von der Größenklasse eine zukunftsweisende, sehr weitgehende energetische und stoffliche Verwertung mit Phosphor-Rückgewinnung realisiert und den Phosphor als Dünger in der regionalen Landwirtschaft nutzt“, sagte Theilen. Der getrocknete Klärschlamm, der annähernd den Heizwert von Braunkohle hat, soll in einem zentralen Heizwerk in Gießen verbrannt und die Energie in das Fernwärmenetz der Stadt eingespeist werden.

Bisher hätten etwa 35 Kommunen Interesse an einer Zusammenarbeit gezeigt, berichtete die Hochschule weiter. Theilen schätzt, dass pro Jahr in deren Kläranlagen fast 75.000 Tonnen Klärschlamm anfallen. Ziel sei die Gründung einer kommunalen Gesellschaft zur regionalen Klärschlammverwertung. Das Projekt laufe bis Juli dieses Jahres. Wenn das Konzept des mittelhessischen Konsortiums das BMBF überzeugt, bestehe für die anschließende Realisierung die Aussicht auf eine Förderung in Höhe von fünf bis sieben Millionen Euro.

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