|  

LFB: Donauausbau vor Hintergrund des Klimawandels nicht mehr sinnvoll

LFB: Donauausbau vor Hintergrund des Klimawandels nicht mehr sinnvoll
Bildquelle: bracas - stock.adobe.com
07.01.2019 − 

In Anbetracht der klimatischen Entwicklungen, speziell nach dem Trockenjahr 2018, stellt sich nach Auffassung des Landesfischereiverbandes Bayern (LFB) die Frage nach dem Sinn des geplanten Donauausbaus. Eine transportfähig ausgebaute Donau sei wenig nützlich, wenn im weiteren Verlauf der Güterstrom im hochgradig ausgebauten Rhein durch zunehmende Trockenphasen längere Zeit nur eingeschränkt oder gar nicht möglich ist, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.

Nutze der Donauausbau langfristig vor diesem Hintergrund nur den immer stärker zunehmenden Flusskreuzfahrern, bei denen es weniger auf entsprechend große Abladetiefen ankomme, wären Donauausbau und Main-Donau-Kanal „das teuerste Freizeit-Projekt, das Europa je gesehen hat“, schreibt der LFB. Bei dem jetzt vorliegenden Plan für den Wasserstraßenausbau dieses „Teilabschnitt 2“ genannten Bereichs zwischen Deggendorf und Vilshofen, für das  liegt seit acht Wochen ein Plan vor, sieht der Landesfischereiverband planerische Mängel.

"Keine tiefgehende Analyse von Alternativen"

Ein besonderer Streitpunkt beim Ausbauverfahren sei der Geschiebeschüttkegel der Isar, die nahe Deggendorf in die Donau mündet. Dieser Geschiebekegel sei selbst nach Angaben der Planer einer der wichtigsten Kieslaichplätze der Donaufische, soll aber laut Antragsunterlagen mit einem Parallelwerk massiv verbaut werden. Schon vor Jahren sei von Fischerei- und Naturschutzverbänden im Rahmen einer Monitoringgruppe eine Alternativenprüfung zu diesem Bollwerk gefordert. worden. Aus den vorgelegten Antragsunterlagen sei eine tiefgehende Analyse von Alternativen, wie auch für viele andere Eingriffe ins Gewässer, allerdings nicht ersichtlich.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren. Sie wollen mehr? Das aktuell vergünstigte Premium-Abo+ bietet Ihnen eine perfekte Kombination aus dem Print- und Digitalangebot von EUWID Wasser und Abwasser.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − BUND und NABU fordern verstärkten Gewässerschutz im Südwesten

UBA: Gewässerverunreinigungen im Lauf der Jahre zurück gegangen  − vor