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Lippeverband schließt ökologische Verbesserung am Knoten Scharnhorst ab

Lippeverband schließt ökologische Verbesserung am Knoten Scharnhorst ab
© Anne-Kathrin Lappe/EGLV
17.09.2020 − 

Der Lippeverband hat in Dortmund die ökologische Verbesserung am Kirchderner Graben und seinen Nebengewässern abgeschlossen. Damit sei die größte und letzte „Köttelbecke“ im Norden der Stadt Geschichte, teilte der Lippeverband mit. Die Arbeiten am Kirchderner Graben, Borlandgraben, Böckelbach und Erlenbach, Rüschebrinkgraben sowie am Oberlauf der Körne und am Dahlwiesenbach seien als Anschlussmaßnahme an das 2014 abgeschlossene Seseke-Programm fertig gestellt worden. In der Vergangenheit dienten die Gewässer als offene Schmutzwasserläufe.

Die einst begradigten Gewässer seien nicht nur aus dem Betonkorsett befreit worden, das jahrzehntelang für den schnellen und zuverlässigen Abtransport des Abwassers erforderlich war, sondern entwickelten sich nun zu abwechslungsreicheren und mäandrierenden Gewässertrassen. „Die Veränderung an den Gewässern ist unübersehbar: Die Betonsohlschalen sind gewichen, dafür ist die Natur ans Gewässer zurückgekehrt“, sagte der Vorsitzende des Lippeverbandsrats, Bodo Klimpel.

Neben der Verlegung der Abwasserkanäle am Entwässerungssystem Knoten Scharnhorst waren durch die Entflechtung der Gewässer auch weitere Arbeiten nötig, erklärte der Lippeverband. So wurden die Abwasserpumpwerk Kirchderner Graben und das Gewässerpumpwerk Böckelbach neu gebaut sowie das Abwasserpumpwerk Böckelbach umgebaut. Das Gewässerpumpwerk Kirchderner Graben will der Lippeverband voraussichtlich noch bis 2024 umbauen.

„Insgesamt wurden 300.000 Kubikmeter Boden ausgehoben, 10.400 Meter unterirdische Kanalstrecken verlegt, vier Gewässer unterquert und Stauraum für 7.500 Kubikmeter Niederschlagswasser geschaffen“, beschrieb Emanuel Grün, Technischer Vorstand des Lippeverbandes, die Ausmaße des Projekts. In die Abwasserfreiheit und die ökologische Verbesserung der Gewässer im Dortmunder Norden hat der Lippeverband nach eigenen Angaben etwa 120 Millionen Euro investiert, davon rund 22 Millionen in die Renaturierung.

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