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Lippeverband steuert Kanalnetz „dynamisch“

Lippeverband steuert Kanalnetz „dynamsich“
Bildquelle: animaflora - stock.adobe.com
11.07.2018 − 

Der Lippeverband hat erstmals das Einzugsgebiet einer Kläranlage mit einer „dynamischen Kanalnetzsteuerung“ versehen. Das teilte der Verband Anfang der Woche mit. Für die neue Steuerung sei die 2003 erbaute Kläranlage Bönen ausgewählt worden. Hier soll erreicht werden, dass bei Starkregen mehr Wasser in der Kläranlage gereinigt und weniger verdünntes Schmutzwasser ins Gewässer abgeleitet wird.

Bei starken Niederschlägen kann jedes kommunale Kanalnetz an seine Grenze stoßen. Das überschüssige Wasser wird meist in Stauraumkanälen gespeichert. Wenn diese voll sind, wird das Mischwasser in den nächsten Bach abgeschlagen. Die Folgen für die Natur seien zwar eher gering, dennoch sollten solche „Ereignisse“ dem Verband zufolge so selten wie möglich vorkommen – auch weil dadurch zahlreiche Keime ins Gewässer gelangen. Durch die dynamische Steuerung soll dies möglichst verhindert werden, erklärte der Lippeverband.

Für eine bessere Ausnutzung der vorhandenen Stauraumkanäle im Einzugsgebiet der Kläranlagen Bönen, soll das anfallende Abwasser aus vier Teilabschnitten des Einzugsgebietes zur Kläranlage kommen. Wie der Lippeverband erklärte, fließt das Abwasser jeweils durch einen Stauraumkanal, der das Wasser zurück stauen und notfalls ins Gewässer ableiten kann. Jeder Stauraumkanal werde automatisch so gesteuert, dass nur die Wassermenge durchgelassen wird, die die Kläranlage auch verarbeiten kann.

Die Neuerung durch die dynamische Steuerung sei, dass die Kapazitäten der einzelnen Stauräume besser ausgenutzt werden können. Das System lasses es zu, dass die eizelnen Stauraumkanäle erkennen, wenn in einem anderen wenig Wasser ankommt, weil es dort nicht regnet, und lassen dann entsprechend mehr Wasser durch, so der Verband. Dadurch werde die Kläranlage nicht überlastet und es müsse kein verdünntes Schmutzwasser ins Gewässer abgeleitet werden. Die neue Steuerung macht den Angaben zufolge die Regenwasserbehandlung im Gebiet leistungsfähiger und trägt zum Schutz der Gewässer bei.

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