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Medikamentenreste im Wasser: Kampagne in Essen erhöht Problembewusstsein

Medikamentenreste im Wasser: Kampagne in Essen erhöht Problembewusstsein
© kenishirotie - stock.adobe.com
09.07.2019 − 

Die vom nordrhein-westfälischen Umweltministerium geförderte Essener Initiative zur Reduzierung von Medikamentenresten im Wasser wird fortgesetzt. Mit „Essen macht’s klar 2019+“ folge eine Verstetigung des Projektes in der Emscher-Ruhr-Metropole und mit „Nordkirchen macht’s klar“ ziehe eine Gemeinde aus dem Lippe-Gebiet nach, teilte das Landesumweltministerium Ende vergangener Woche anlässlich der Abschlussveranstaltung für das Projekt mit.

Die Kampagne habe in der Bevölkerung zu einem höheren Problembewusstsein geführt und bewirkte dadurch auch Verhaltensänderungen. So sei beispielsweise das Wissen in der Bevölkerung um Medikamentenrückstände im Wasser um 20,7 Prozent und über die korrekten Entsorgungswege über die Restmülltonne um 12,9 Prozent gestiegen, so das nordrhein-Westfälische Umweltministerium.

Medikamente nicht über Abwassersystem entsorgen

Das vorrangige Ziel des Projekts sei es gewesen es, aktiv Gewässerschutz zu betreiben und  Bevölkerung und Akteure in Essen, insbesondere im Gesundheits- und Bildungswesen, darauf aufmerksam zu machen, dass abgelaufene und nicht mehr benötigte Medikamente nicht über das Abwassersystem in den Wasserkreislauf gelangen sollen, sagte Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. Lehrmodule für die Ausbildung von Pharmazeutisch-technischen Assistenten, Pflegekräften, angehenden Pädagogen, Schülerinnen und Schülern seien entwickelt und erfolgreich implementiert worden, führte Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, aus.

Zentrale Botschaft: Jeder kann etwas tun

Die zentrale Botschaft der Aufklärungskampagne laute, dass jeder etwas tun könne, sagte Norbert Jardin, Technischer Vorstand des Ruhrverbandes. Neben der richtigen Entsorgung von Medikamenten über die Restmülltonne könne der Eintrag von Arzneimitteln ins Abwasser auch durch Reduzierung des eigenen Konsums nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel und das Testen von alternativen Therapiemöglichkeiten minimiert werden“, sagte Norbert Jardin, Technischer Vorstand des Ruhrverbandes.

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