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Mikroplastik: Hessen will über den Bundesrat Einsatz von Polymeren deutlich beschränken

Mikroplastik: Hessen will über den Bundesrat
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15.10.2019 − 

Mit Blick auf den Gewässerschutz will Hessen über den Bundesrat erreichen, dass der Einsatz von gelöstem und flüssigem Plastik in Waschmitteln und Kosmetika drastisch reduziert wird.

Die allermeisten dieser so genannten Polymere seien schwer abbaubar. Über das Abwasser gelangten sie in die Meere und gefährdeten auf diese Weise Mensch und Umwelt, heißt es in einem entsprechenden Entschließungsantrag, den das Land am Freitag vergangener Woche im Bundesrat vorgestellt hat und der anschließend in die Ausschüsse überwiesen worden ist.

"Regelungen für die Verwendung von schwer abbaubaren Polymeren auf EU-Ebene verschärfen"

An die Bundesregierung richtet Hessen den Appell, sich auf EU-Ebene dafür einzusetzen, dass die gesetzlichen Regelungen für die Verwendung von schwer abbaubaren Polymeren verschärft werden. Bislang klammere das europäische Chemikalienrecht sie gänzlich aus: Flüssige und gelöste Polymere fänden weder in dem vor einiger Zeit von der europäischen Chemikalienagentur ECHA vorgelegten Beschränkungsvorschlag zu Mikroplastik (EUWID 6.2019) noch in der öffentlichen Diskussion Berücksichtigung, obwohl dem Antrag zufolge ihr Anteil in Kosmetika sowie Wasch- und Reinigungsmitteln um den Faktor 50 größer sei als der entsprechende Anteil festen Mikroplastiks.

Neue stoffbezogene Ansätze

Die Basis einer neuen Strategie zum Umgang mit Polymeren sollen dem Antrag zufolge stoffgruppenbezogene Ansätze bilden, nicht die Betrachtung einzelner Stoffe. Dabei sollte geprüft werden, ob bestimmte Polymergruppen als „polymers of low concern“ (PLC) ohne weitere Registrierung Verwendung finden könnten, während andere, als gefährlich anerkannte Polymergruppen stärkeren Beschränkungen unterworfen werden müssten, heißt es in dem Antrag Hessens.

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