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Mobiles Massenspektrometer soll Alternative zur Messung im Labor bieten

Mobiles Massenspektrometer soll Alternative zur Messung im Labor bieten
Untersuchung im Labor ©volff - Fotolia
06.07.2020 − 

In einem aktuellen Projekt entwickelt das Schweizer Wasserforschungsinstitut Eawag eine automatische kontinuierliche Messung auf Pflanzenschutzmittel direkt im Gewässer oder der Kanalisation. Damit soll eine praktikable Alternative zum Messen nach der Probennahme im Labor zur Verfügung stehen, teilte die Eawag mit. Das dazu nötige Massenspektrometer stehe in einem Anhänger, Resultate könnten auf dem Mobiltelefon in Echtzeit verfolgt werden.

Insbesondere könnten so Spitzenkonzentrationen, wie sie bei Regenfällen vorkommen und die sonst  nicht oder nur selten erfasst werden, gemessen werden. Mit Hilfe des „MS2field“ müssten die Wasserproben nicht mehr alle einzeln abgefüllt ins Labor gebracht und dort gelagert werden.

Stattdessen werde das zu untersuchende Wasser ständig mithilfe eines Schlauchs durch den Anhänger gepumpt, wo alle paar Minuten wenige Milliliter Wasser automatisch aufbereitet und für die Analyse an das Massenspektrometer weitergeleitet werden. Das Massenspektrometer identifiziert den Angaben zufolge ein breites Spektrum von Schadstoffen in der Wasserprobe. So könnten hoch-dynamische Prozesse live verfolgt werden, sogar auf dem Mobiltelefon.

"Mit konventioneller Probenahme und -aufbereitung hätte das mehrere Monate gedauert"

Bei einem ersten Testlauf im Februar 2019 untersuchte das Team um Christoph Ort von der Abteilung Siedlungswasserwirtschaft und Heinz Singer von der Abteilung Umweltchemie laut Eawag Abwasser der Kläranlage Fehraltorf im Kanton Zürich, heißt es weiter. Dabei hätten die Wissenschaftler über einen Zeitraum von vier Wochen über zweitausend Proben des Rohabwassers analysiert, wobei sie Schwankungen und Tagesverläufe aufgedeckt hätten, die man so bisher nicht kannte. „Mit konventioneller Probenahme und -aufbereitung hätte das mehrere Monate gedauert“, sagt Ort.

Bei diesen Messungen entdeckten die Forschenden den Angaben zufolge etwa Stoffe, die unter der Woche tagsüber vorkommen, aber am Wochenende nicht auftauchen. Das weise auf industrielle Abwassereinleitungen hin.

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