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Neuartige Kamera ermöglicht Durchblick in trübem Wasser

Neuartige Kamera ermöglicht Durchblick in trübem Wasser
Bildquelle: Barbara Frommann/Uni Bonn
12.04.2019 − 

Zoologen der Universität Bonn haben eine Spezialkamera entwickelt, die nach dem Vorbild des afrikanischen Elefantenrüsselfischs Bilder mit „elektrische Farben“ in trüben Gewässern liefert. Die Kamera orientiere sich am Prinzip der „aktiven Elektroortung“, die der Fisch zur Identifizierung von Beute nutzt, teilte die Hochschule mit. Auf dieser Basis könnten neuartige, elektrische Kamera-Systeme entwickelt werden, welche zum Beispiel roboter- oder drohnengestützte Inspektionen in trüben Gewässern erleichtern. Ihre Forschungsergbnisse haben die Wissenschaftler im Fachjournal „Bioinspiration & Biomimetics“ vorgestellt.

„Mit dieser ‚bionischen‘ elektrischen Kamera können ganz ohne Licht auch in trüber Umgebung ‚elektrische Bilder‘ von Objekten geschossen werden, die außerdem noch eine Analyse der elektrischen und räumlichen Eigenschaften der abgebildeten Gegenstände ermöglichen“, sagte Prof. Gerhard von der Emde vom Institut für Zoologie der Uni Bonn. Analog zum Elefantenrüsselfisch erzeuge die Kamera ein schwaches elektrisches Feld um sich herum und erfasse die elektrischen Bilder von Objekten in ihrer Umgebung mit mehreren Sensoren (Elektroden) auf ihrer Oberfläche.

Wie die Forscher berichteten, können auf diese Weise verschiedene natürliche Objekte – wie etwa Fische, Pflanzen oder Holz – sowie künstliche Testgegenstände, wie zum Beispiel Kugeln oder Stäbe aus Aluminium oder Plastik, durch die Kamera vermessen und charakterisiert werden. „Ergänzende Auswertungen zeigten, dass aus den elektrischen Bildern außerdem ‚elektrische Umrisse‘ der Messobjekte bestimmt werden konnten, welche ähnlich ihrer optischen Kontur Informationen über Form und Orientierung liefern können“, sagte Erstautor Martin Gottwald.

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