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Neue UV-Bestrahlungsanlage zur Elimination von Legionellen auf Kläranlage Düren

Neue UV-Bestrahlungsanlage zur Elimination von Legionellen auf Kläranlage Düren
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13.03.2019 − 

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) hat auf der Kläranlage Düren eine UV-Bestrahlungsanlage zur Elimination von Legionellen installiert. Das teilte der Verband am Dienstag mit. Die Anlage sei bereits im Dezember 2018 in Betrieb genommen worden, die Kosten liegen bei 1,4 Mio. Euro. Der Bau der Anlage sei notwendig geworden, da 2017 und 2018 wiederholt erhöhte Legionellen-Konzentrationen im Ablauf der Kläranlage festgestellt worden waren, die teilweise deutlich oberhalb der NRW-Warnwerte lagen.

Grund für die Legionellen im Zulauf und auf der Kläranlage Düren ist den dortigen hohen Abwassertemperaturen und der hohen Fracht leicht abbaubarer Kohlenstoffverbindungen geschuldet, die optimale Bedingungen für Legionellen bieten, so der Wasserverband. Der Verursacher für das Legionellen-Vorkommen konnte den Angaben zufolge zwar ermittelt werden, dennoch könne auch in Zukunft nicht ausgeschlossen werden, dass es immer wieder zu Legionellen-Belastungen kommen kann – trotz Gegenmaßnahmen des Verursachers.

Die Errichtung der UV-Bestrahlungsanlage erfolgte laut WVER in Abstimmung mit der Bezirksregierung Köln, die einen durchschnittlichen Wirkungsgrad der Anlage von 95 Prozent vorgegeben hatte. Die Anlage besteht aus 12 Einzelmodulen mit jeweils 32 UV-Strahlern, die den jeweiligen Filterzellen nachgeschaltet sind, hieß es. So könne sichergestellt werden,  dass immer der volle Abfluss der Kläranlage Düren von bis zu 6.000 m³/h behandelt werden kann, aber dass gleichzeitig auch nur so viele UV-Einheiten betrieben werden, wie benötigt.

Die Anlage ging nach nur 10-monatiger Planungs- und Bauzeit in Betrieb. Die Investitionskosten der Anlage belaufen sich auf 1,4 Mio. Euro. Auch seien im Zuge der Installation der UV-Anlage weitere Sanierungsmaßnahmen erfolgt. Es wurden den Angaben zufolge Rohrleitungen und Armaturen sowie die Filterdüsen in den Filterkammern ersetzt. Dieses Teilprojekt habe Kosten in Höhe von knapp 3,3 Mio. Euro verursachte. Die Sanierung der Filtration sei ein wichtiger Schritt für die anstehenden Reinvestitionsmaßnahmen zum Erhalt der Kläranlage Düren, deren Bausubstanz aus den 1970er und 1990er Jahren stammt.

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