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Neuer Alarmplan für die Bayerische Donau setzt auf drei Warnstufen im Ampel-System

Neuer Alarmplan für die Bayerische Donau setzt auf drei Warnstufen im Ampel-System
Die Donau bei Passau.
22.05.2020 − 

Das Landesumweltministerium hat einen Alarmplan für die Bayerische Donau entwickelt. Mit definierten Warnstufen und daran anknüpfenden Maßnahmen sollen Gewässernutzer und die Öffentlichkeit ab sofort für die Ökologie des Gewässers sensibilisiert werden.

Zunehmende Trockenheit und Hitze führten in den Gewässern zu höheren Temperaturen, niedrigeren Pegelständen und damit verbunden einem verringerten Sauerstoffgehalt, berichtet das Ministerium in einer Mitteilung. Das habe Auswirkungen auf die Gewässerqualität sowie Fische und andere Lebewesen. Entlang der etwa 380 Kilometer Fließstrecke der bayerischen Donau lägen rund 130 Schutzgebiete für Tiere und Pflanzen, davon etwa 40 Naturschutz- oder Natura 2000-Gebiete.

Mit dem Alarmplan sollen gewässerökologisch kritische Situationen nach dem Vorsorgeprinzip frühzeitig und repräsentativ erfasst und angegangen werden. Zur Datenerhebung würden die vier Messstationen Ingolstadt-Luitpoldstrasse, Regensburg-Pfaffenstein, Pfelling und Jochenstein genutzt. Sie zeichneten automatisch Temperatur und Sauerstoffgehalt des Wassers auf und werteten die Daten aus. Die Messdaten würden zusätzlich wöchentlich durch eine händische Messung überprüft.

Auf der Basis von drei Warnstufen im Ampel-System – Vorwarnung, Warnung und Alarm – und einer begleitenden Experteneinschätzung würden entsprechend der Ergebnisse gegebenenfalls ausgewählte Maßnahmen eingeleitet. Dazu gehörten beispielsweise die verstärkte Beobachtung oder ein zusätzlicher Sauerstoffeintrag durch Turbinenbelüftung und an den Wehren der Kraftwerke. Im Alarmfall kämen Regelungen zu Nutzungsbeschränkungen zum Beispiel für die Entnahme von Brauchwasser zum Tragen.

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