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Neues am KIT entwickeltes Verfahren entfernt Steroidhormone effizient aus dem Wasser

Neues am KIT entwickeltes Verfahren entfernt Steroidhormone effizient aus dem Wasser
© Sandra Göttisheim, KIT
02.09.2020 − 

Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Steroidhormone effizient aus dem Wasser entfernt werden können. Das innovative Filtrationssystem kombiniere eine Polymermembran mit aktiviertem Kohlenstoff, teilte das KIT mit. Eingesetzt würden besonders kleine Kohlenstoffpartikel, die den von der Europäischen Kommission für Trinkwasser vorgeschlagenen Richtwert von einem Nanogramm Östradiol – dem physiologisch wirksamsten Östrogen – pro Liter erreichen können. Über das verbesserte Verfahren berichteten die Wissenschaftler in der Zeitschrift Water Research.

Konventionelle Klärtechniken reichen nicht aus

Die Menschen mit sauberem Wasser zu versorgen, gehört weltweit zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, unterstreicht das KIT. Häufig sei das Trinkwasser mit Mikroschadstoffen belastet. Dazu gehörten auch Steroidhormone, die beispielsweise als Arzneistoffe und Verhütungsmittel eingesetzt werden. Ihr Anteil in einem Liter Wasser, in das behandelte Abwässer eingeleitet werden, betrage zwar nur einige Nanogramm, aber bereits in dieser geringen Menge könnten sie der menschlichen Gesundheit schaden und sich auf die Umwelt auswirken. Wegen der niedrigen Konzentration und der winzigen Größe der Moleküle seien die Steroidhormone nicht nur schwer nachzuweisen, sondern auch schwierig zu beseitigen – konventionelle Klärtechniken reichten dazu nicht aus, skizzierte das KIT die Problematik.

Energieeffiziente Eliminierung

Das Verfahren, das Professorin Andrea Iris Schäfer, Leiterin des Institute for Advanced Membrane Technology (IAMT), mit ihrem Team entwickelt hat, ermögliche eine schnelle und energieeffiziente Eliminierung von Steroidhormonen aus dem Abwasser, hieß es weiter. „Zunächst wird das Wasser durch die semipermeable Membran gepresst. Diese filtert größere Verunreinigungen und Mikroorganismen heraus“, erläuterte Schäfer. „Dann fließt das Wasser durch die dahinter liegende Schicht aus Kohlenstoffpartikeln, welche die Hormonmoleküle binden.“

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