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Niedersachsen: Künftig keine Bohrungen mehr in Trinkwasserschutzgebieten

Niedersachsen: Künftig keine Bohrungen mehr in Trinkwasserschutzgebieten
Olaf Lies ©Umweltministerium Niedersachsen
31.03.2021 − 

In Niedersachsen wird die Förderindustrie keine Neubohrungen mit Bohransatzpunkten in den bestehenden Wasserschutzgebieten mehr beantragen. Dies ist Bestandteil einer Vereinbarung zur Erdöl- und Erdgasförderung in Wasserschutzgebieten, mit der auf Initiative der Landesregierung zwischen dieser, der Industrie, den Sozialpartnern und den Wasserverbänden eine Verständigung erzielt worden ist. Das teilte das Umweltministerium Niedersachsen Ende März mit. Scharfe Kritik kommt vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

Der Niedersächsischer Umweltminister Olaf Lies wertete die Vereinbarung als „wegweisend“. In der Abwägung zwischen Grund- und Trinkwasserschutz und Erdöl- und Erdgasbohrungen gehe der Schutz des Wasser eindeutig vor; damit werde es keine neuen Bohrungen in Trinkwasserschutzgebieten in Niedersachsen mehr geben. „Und auch für Bestandsbohrungen und auch außerhalb von Trinkwasserschutzgebieten ziehen wir höhere Standards für mehr Sicherheit ein“, sagte der Minister.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz erklärte dagegen, der freiwillige Verzicht der Förderindustrie auf Neubohrungen in Wasserschutzgebieten sei „das Papier nicht wert, auf dem er steht“, da bestehende Bohrungen weiter betrieben werden könnten und von einem Bohrverbot keine Rede sein könne. Es sei problemlos möglich, bei Neubohrungen den Bohransatzpunkt außerhalb des Wasserschutzgebietes zu legen und dann in das Wasserschutzgebiet horizontal hinein zubohren.

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