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Niedrigwasser und hoher Trinkwasserbedarf stellen große Anforderungen an Wasserversorger an der Ruhr

Niedrigwasser und hoher Trinkwasserbedarf stellen große Anforderungen an Wasserversorger an der Ruhr
Norbert Jardin (l.) und Robert Dietrich (r.) (© Ruhrverband)
21.09.2020 − 

Im Jahr 2019 haben die Niedrigwassersituation und der hohe Trinkwasserbedarf große Anforderungen an die Wasserversorgungsunternehmen an der Ruhr gestellt. Das geht aus der 47. Ausgabe des Ruhrgüteberichts hervor, den der Technik-Vorstand des Ruhrverbands, Prof. Norbert Jardin, und der stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR), Robert Dietrich, aktuell vorgestellt haben. Demnach ist 2019 die Wasserabgabe im Vergleich zum Vorjahr um sechs Mio. m³ auf 244 Mio. m³ gestiegen. „Die Rekord-Förderzahlen in 2017 und 2018 wurden somit noch übertroffen, und der Trinkwasserbedarf ist weiterhin angestiegen“, sagte Dietrich.

Die AWWR ist nach eigenen Angaben ein freiwilliger Zusammenschluss von 18 Wasserversorgungsunternehmen an der Ruhr von ihrer Quelle in Winterberg bis zur Mündung in den Rhein. Ihre Mitgliedsunternehmen versorgen rund 4,5 Millionen Menschen, Gewerbe und Industrie im Ruhreinzugsgebiet mit Trinkwasser. Weder in den letzten drei Rekordjahren noch im laufenden Jahr sei es im AWWR-Gebiet im Gegensatz zu einigen anderen Regionen Deutschlands zu Engpässen in der Trinkwasserversorgung gekommen. Das liege sowohl am Engagement der Wasserversorgungsunternehmen als auch am Niedrigwassermanagement des Ruhrverbands zur Schonung der Stauinhalte der Talsperren.

Allerdings seien den Kapazitäten der Talsperren Grenzen gesetzt, betonen Ruhrverband und AWWR. Die festgeschriebenen Mindestabflüsse der Ruhr an den Pegeln Schwerte-Villigst und Hattingen seien angesichts der klimatischen Veränderungen und der damit einhergehenden Trinkwasser-Höchstfördermengen nicht mehr zeitgemäß und zu unflexibel. „Um klimaresilient aufgestellt zu sein, benötigt der Ruhrverband einen größeren Handlungsspielraum zur schonenden Bewirtschaftung der Talsperren, als es das Ruhrverbandsgesetz momentan hergibt“, forderte Dietrich.

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