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Offener Brief der AGW: Beschäftigte der Ver- und Entsorgung auch in NRW in Priorisierungsgruppe 3 einstufen

Offener Brief der AGW: Beschäftigte der Ver- und Entsorgung auch in NRW in Priorisierungsgruppe 3 einstufen
Kläranlage ©Thomas Leiss - stock.adobe.com
07.05.2021 − 

Die Arbeitsgemeinschaft der Wasserverbände in Nordrhein-Westfalen (AGW) hat Ministerpräsident Armin Laschet in einem Offenen Brief dazu aufgefordert, die Beschäftigten der Ver- und Entsorgungsbetriebe gemäß der bundesweit empfohlenen Impfreihenfolge einzustufen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat auf wissenschaftliche Empfehlung die Beschäftigten der Ver- und Entsorgungsbetriebe in die Priorisierungsgruppe 3 eingestuft; in NRW sei das aber nicht der Fall, kritisiert die AGW, ein Zusammenschluss aus elf großen Wasserwirtschaftsverbänden in NRW.

Die von der NRW-Landesregierung gewählte Impfreihenfolge offenbare einen eklatanten Mangel an Wertschätzung gegenüber den systemrelevanten Beschäftigten der so genannten kritischen Infrastruktur, kritisert die AGW. Erst am gestrigen Donnerstag, deutlich später als andere Bundesländer, habe die NRW-Landesregierung auch Teilen der Priorisierungsgruppe 3 die Möglichkeit zur Vereinbarung von Impfterminen gegen das Coronavirus eingeräumt.

„Die Beschäftigten aus systemrelevanten Branchen haben allerdings nichts davon, denn Sie haben sich kurzerhand über die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene Reihenfolge hinweggesetzt“, heißt es in dem Offenen Brief.

"Herber Schlag für die Ver- und Entsorgungsbranche"

Gerade für die Ver- und Entsorgungsbranche sei diese Entscheidung ein herber Schlag, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Kläranlagen, bei der Müllabfuhr, in den Wasserwerken und in den Kraftwerken sorgten dafür, dass das Gemeinwesen funktioniert. „Ohne sie käme kein Wasser aus dem Hahn und kein Strom aus der Steckdose, ohne sie wären ungereinigte Abwässer und überquellende Müllberge eine Brutstätte für Krankheiten“, schreibt der AGW-Vorsitzende Norbert Jardin.

Genau aus diesem Grund habe die Ständige Impfkommission (STIKO) auf wissenschaftliche Empfehlung die Beschäftigten der Ver- und Entsorgungsbetriebe in die Priorisierungsgruppe 3 eingestuft. Die von der NRW-Landesregierung gewählte Impfreihenfolge offenbare einen eklatanten Mangel an Wertschätzung gegenüber den systemrelevanten Beschäftigten der so genannten kritischen Infrastruktur.

"Beschäftigte auf Kläranlagen jeden Tag gefährdet"

Auf den Kläranlagen seien die Beschäftigten täglich den Hinterlassenschaften unserer Gesellschaft und den daraus resultierenden Aerosolbelastungen ausgesetzt. „Diese Menschen leisten einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt unseres Gemeinwesens und ihre Arbeit kann nicht im Homeoffice erledigt werden“, so die AGW.

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