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P-bac Verfahren bietet Alternative zur chemikalienintensiven Phosphorrückgewinnung

P-bac Verfahren bietet Alternative zur chemikalienintensiven Phosphorrückgewinnung
© JEGAS RA - stock.adobe.com
08.01.2020 − 

Fraunhofer-Forscher haben zusammen mit zwei Wirtschaftspartnern einen neuen Ansatz zur Rückgewinnung von Phosphaten aus Klärschlamm erarbeitet, der eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative zu bisherigen chemikalien- und kostenintensiven Verfahren bietet. Wie die Fraunhofer-Gesellschaft mitteilte, haben Experten der Firma Fritzmeier Umwelttechnik GmbH & Co. KG die „P-bac Technologie“ entwickelt. Im Projekt „Phosphorrecycling – vom Rezyklat zum intelligenten langzeitverfügbaren Düngemittel – PRil“ sei sie gemeinsam mit der Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS in Alzenau und der ICL Fertilizers Deutschland GmbH vom Labormaßstab in den Technikumsmaßstab übertragen worden. Das Projekt wurde vom Bundesagrarministerium (BMEL) gefördert.

„Wir haben die Aufskalierung des Verfahrens im Bereich der Prozesswasserrezyklierung sowie der Reststoffverwertung, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Analytik begleitet“, sagte Lars Zeggel, Projektleiter am Fraunhofer IWKS. Der Phosphor, der über das neuartige Verfahren aus der Asche zurückgewonnen wird, habe eine Pflanzenverfügbarkeit von 50 Prozent, bezogen auf einen wasserlöslichen Phosphatdünger. Phosphat in der reinen Klärschlammasche sei nahezu gar nicht pflanzenverfügbar. Zudem sei das enthaltene Substrat weitgehend schadstofffrei, da die relevanten Schadstoffe um mehr als 90 Prozent reduziert werden könnten.

Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Fraunhofer IWKS hat darüber hinaus ergeben, dass das hergestellte Phosphat etwa zwei Euro pro Kilogramm kostet, berichtete die Fraunhofer-Gesellschaft weiter. Demgegenüber liege der Preis bei der Herstellung über nasschemische Verfahren bei mindestens vier bis sechs Euro pro Kilogramm. Primärer Phosphor aus Marokko koste etwa 70 Cent pro Kilogramm, enthalte im Gegensatz zum recycelten aber zunehmend Schadstoffe wie Cadmium und Uran.

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