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P-Rückgewinnung aus Klärschlamm in Nord- und Osthessen wirtschaftlich möglich

P-Rückgewinnung aus Klärschlamm in Nord- und Osthessen wirtschaftlich möglich
Die Studie stellt Grundlagendaten zur Verfügung.
15.06.2021 − 

In Nord- und Osthessen ist die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm technologisch und wirtschaftlich machbar. Damit stehen Alternativen zur bodenbezogenen Klärschlammverwertung zur Verfügung. Zu diesem Ergebnis kommt eine durch das Hessische Umweltministerium, durch Kasselwasser und weiteren 38 Partnern finanzierte Machbarkeitsstudie. Die Studie stelle allen Abwasserbeseitigungspflichtigen in Nord- und Osthessen Grundlagendaten zur Verfügung, auf deren Basis die zukünftige Klärschlammentsorgung mit einer ressourcenschonenden Phosphorrückgewinnung neu geordnet werden kann, teilte die Stadt Kassel mit. Im Regierungsbezirk Kassel könnten unterschiedliche Konzepte parallel zueinander umgesetzt werden.

Die Machbarkeitsstudie wurde aufgelegt, um für den Regierungsbezirk Konzepte für eine dauerhafte Entsorgungssicherheit aufzuzeigen, erklärte die Stadt. Kasselwasser hatte hierbei die Federführung. Mit der Studie beauftragt wurde die TransMIT GmbH, Gießen, eine Transfergesellschaft der mittelhessischen Hochschulen. Für die Datenerhebung wurden den Angaben zufolge die Betreiber aller 297 Kläranlagen in der Region angeschrieben. 84 Prozent aller Kläranlagenbetreiber hätten sich interessiert an einer gemeinsamen Entwicklung der zukünftigen Klärschlammverwertung mit Phosphorrückgewinnung gezeigt.

Ausgehend von einer Typisierung der Kläranlagen wurden im Rahmen der Studie fünf Szenarien mit zentralen und dezentralen Lösungsansätzen entwickelt und hinsichtlich ihrer spezifischen Kosten bewertet, hieß es weiter. Die landwirtschaftliche Verwertung von entwässertem Schlamm mit Kosten von ca. 350 Euro pro Tonne Trockenmasse habe sich als wirtschaftlichste Variante herausgestellt. Diese Kosten entsprächen ca. 90 Euro pro Tonne entwässertem Klärschlamm zuzüglich etwaiger Entwässerungskosten von ca. 100 bis 200 Euro pro Tonne Trockenmasse. Deutlich teurer falle dagegen die bodenbezogene Verwertung von Nassschlamm mit 785 Euro aus, so die Stadt. Beide Wege stehen kleinen Kläranlagen auch weiterhin offen.

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