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Projekt CWPharma untersucht Auswirkungen von Arzneimitteleinträgen in die Ostsee

Projekt CWPharma untersucht Auswirkungen von Arzneimitteleinträgen in die Ostsee
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01.10.2018 − 

Forscher im von der EU finanzierten Projekt CWPharma haben damit begonnen, aktive pharmazeutische Wirkstoffe in sechs Flusseinzugsgebieten zu untersuchen, um ein besseres Bild der Eintragspfade, Emissionen und umweltrelevanten Konzentrationen von Arzneimitteln in der Ostseeregion zu erhalten. „Wir haben bereits Proben aus sechs Flusseinzugsgebieten und mehreren Kläranlagen in Estland, Finnland, Deutschland, Lettland, Polen und Schweden gesammelt“, sagte Projektleiterin Noora Perkola vom Finnischen Umweltinstitut. Ziel sei es, den gesamten Eintrag von Pharmazeutika in die Ostseeregion abschätzen zu können. Derzeit würden in Helsinki die Proben auf etwa 80 pharmazeutische Wirkstoffe überprüft.

Die Beprobung verschiedener Flüsse und Flussmündungen aus Flusseinzugsgebieten in Deutschland wurden bereits vom Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB) durchgeführt. Wie das KWB mitteilte, waren die Tollense vor und nach der Einleitstelle des Klärwerks Neubrandenburg, die Peenemündung, die Warnow im Stadtgebiet Rostock sowie die Warnowmündung am Leuchtturm in Warnemünde im Fokus der Untersuchungen. Um jahreszeitliche Konzentrationsschwankungen in den Oberflächengewässern zu erfassen, seien Probenahmen im Sommer und im Winter erfolgt. Zusätzlich seien in der Nähe vom Küstenort Rerik Bodenproben von Agrarflächen genommen worden, auf denen Klärschlamm ausgetragen wird. Darüber hinaus organisierte der DWA-Landesverband Nord-Ost in Kooperation mit dem Betreiber der Kläranlage Rostock eine Beprobung des dortigen Kläranlagenzulaufs sowie des Klärschlamms, berichtete das KWB weiter.

Die Proben würden derzeit analysiert. Ergebnisse lägen noch nicht vor. „Ziel der Beprobungen in Deutschland war es, die Relevanz von Klärwerksemissionen für die Qualität der Ostsee zu erfassen“, sagte Ulf Miehe, Leiter der Untersuchungen beim Kompetenzzentrum Wasser Berlin. Es sei bereits bekannt, dass Medikamente für den menschlichen Verbrauch in den Abwässern der Kläranlagen zu finden seien und bestimmte weit verbreitete Arzneimittel wie Codein auch in Fischen der Ostsee gefunden würden. Dennoch sei in vielen Bereichen sehr wenig über die Menge und die Auswirkungen der in die Umwelt gelangenden Medikamente bekannt. „Der veterinärmedizinische Einsatz von Arzneimitteln ist ein noch größeres Problem. Deshalb nehmen wir auch Proben aus Gewässern in der Nähe von Fisch- und Geflügelfarmen und von Feldern, die mit Mist oder Gülle gedüngt werden“, so Miehe.

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