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RAG will Einleitung von Grubenwasser in die Emscher in diesem Jahr beenden

RAG will Einleitung von Grubenwasser in die Emscher in diesem Jahr beenden
Im Ruhrgebiet gibt es künftig nur noch 6 Pump-Standorte
11.01.2021 − 

Das Bergbauunternehmen RAG will in diesem Jahr die Einleitung von Grubenwasser aus stillgelegten Zechen in die Emscher beenden. Das Wasser aus dem Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop soll unterirdisch zum Standort der ehemaligen Schachtanlage Lohberg am Niederrhein fließen, sagte der RAG-Vorstandsvorsitzende Peter Schrimpf. Dort soll das Grubenwasser auf 630 Meter unter der Erdoberfläche steigen, hochgepumpt werden und in den Rhein geleitet werden. Damit sei ein wichtiger Schritt getan, die Emscher bis Ende 2021 vollständig von Grubenwasser zu befreien, betonte Schrimpf.

Prosper Haniel war Ende 2018 als letzte deutsche Steinkohlenzeche geschlossen worden. Im Laufe dieses Jahres soll der Schacht verschlossen werden. Die RAG ist dabei, ihr neues Konzept für das Abpumpen des Grubenwassers umzusetzen. Weil ein Sicherheitsabstand zum Trinkwasser erhalten werden soll, muss das Grubenwasser auf Dauer nach oben geholt werden.

Um diese Ewigkeitsaufgabe möglichst kostengünstig bewältigen zu können, wird die Zahl der Pump-Standorte im Ruhrgebiet auf sechs reduziert. Dort soll das Wasser unterirdisch zusammenlaufen, mit großen Tauchpumpen gehoben und in Ruhr, Lippe und Rhein eingeleitet werden. Damit das funktioniert, muss das Grubenwasser in den Bergwerken steigen. Ziel sei es, „möglichst viele Flusskilometer von Grubenwasser zu entlasten und so eine natürliche Entwicklung der Gewässer zu ermöglichen“, sagte Schrimpf. (dpa)

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