|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

RheinEnergie führt neues Wasserpreissystem ein

RheinEnergie führt neues Wasserpreissystem ein
Bildquelle: Fotolia
30.11.2017 − 

Der Kölner Wasserversorger RheinEnergie führt zum 1. Januar 2018 ein neues Wasserpreissystem ein. Grund für die Umstellung sei, dass das derzeitige Wasserpreissystem nicht mehr zeitgemäß sei, da es die tatsächliche Kostenstruktur nicht mehr richtig abbilde, teilte die RheinEnergie mit. Im neuen System sinke der Anteil des Mengenpreises an der Wasserrechnung auf ca. 50 Prozent. Im Gegenzug steige der Anteil des Grundpreises auf ca. 50 Prozent. Für das Unternehmen sei die Umstellung erlösneutral.

Bislang setze sich die Wasserrechnung zu ca. 20 Prozent aus dem Grundpreis und zu ca. 80 Prozent aus dem Mengenpreis für den Verbrauch zusammen, erklärte der Versorger. Bei den Kosten der RheinEnergie für Betrieb, Wartung und Instandhaltung der Trinkwassernetze, Brunnenanlagen und Wasserwerke verhalte es sich dagegen genau umgekehrt, da ein Großteil der Kosten unabhängig von der gelieferten Wassermenge entstehe. Die Schieflage in der Kostenverteilung erschwere Investitionen in die Infrastruktur.

Auch belaste das bestehende Preissystem Kunden einseitig und ungleichmäßig, hieß es weiter. Kunden mit einem hohen Wasserverbrauch, wie etwa Familien mit mehreren Kindern, zahlten derzeit besonders viel, obwohl sie durch den höheren Trinkwasserverbrauch keine höheren Infrastrukturkosten verursachten. „Sie zahlen über ihre hohen Verbrauchskosten für die Wenignutzer mit“, so die RheinEnergie. Davon profitierten Geringverbraucher, obwohl diese ebenso die Kosten des Gesamtsystems zur Trinkwasserversorgung mitverursachten.

Mit der Umstellung ihres Wasserpreissystems will die RheinEnergie die Kosten künftig gerechter verteilen und die Zukunftsfähigkeit der Trinkwasserversorgung sichern. Darüber hinaus ändere sich die Bemessungsgrundlage für den Grundpreis. Dieser hänge künftig nicht mehr von der Größe des Wasserzählers ab, sondern von der Art der Gebäudenutzung, erklärte der Wasserversorger. 

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 49.2017 von EUWID Wasser und Abwasser, die am 05. Dezember 2017 als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.  

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − VKU-Mitglieder sehen sich bei Digitalisierung auf gutem Weg

Bauer-Gruppe erweitert Schilfkläranlage zur Reinigung von Wasser aus der Erdölgewinnung im Oman  − vor