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RSV veröffentlicht Merkblatt zur Sanierung von Trinkwasserleitungen

RSV veröffentlicht Merkblatt zur Sanierung von Trinkwasserleitungen
Trinkwasser-Schlauchlining ist bislang wenig bekannt.
17.08.2021 − 

Der Rohrleitungssanierungsverband (RSV) gibt erstmals ein Merkblatt zur Sanierung von Trinkwasserleitungen heraus. Darin wird die noch junge Technologie des Trinkwasser-Schlauchlinings beschrieben, teilte der RSV mit. Darüber hinaus würden praktische Lösungen für die Verbindung des Druckliners an das Trinkwassernetz sowie zur Herstellung von Anschlüssen gezeigt. Das Merkblatt soll Versorger und Ingenieurbüros bei Planung, Ausschreibung und Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen unterstützen.

Das vor Ort härtende Schlauchlining habe Vorteile, erklärte der RSV und nannte in diesem Zusammenhang überschaubare Kosten, geringe Verkehrsbeeinträchtigungen und die Sanierung von entlegenen Stellen. Hiervon profitierten bislang jedoch vorwiegend die Betreiber von Abwasser-Kanalisationsnetzen. Dass es auch für Trinkwasserleitungen erprobte Systeme gibt, sei in Deutschland hingegen wenig bekannt. Mehrere Hersteller von vor Ort härtenden Methoden hätten ihre Systeme in umfangreichen Nachweisverfahren auf ihre Trinkwassereignung prüfen lassen, sodass diese vom Markt akzeptiert werden könnten.

„Die Normgrundlage an die Systeme ist vorhanden“, sagte Susanne Leddig-Bahls, Obfrau des RSV-Arbeitskreises 1.3 zur Sanierung von Trinkwasserleitungen. Mit der DIN EN ISO 11298-4 seien Schlauchliner bereits normativ geregelt, ebenso seien Gewebeschlauchverfahren seit Jahrzehnten nach DVGW GW 327, W 330 im Einsatz. „Was bisher fehlte, ist ein Leitfaden, der die konkreten Anforderungen, Einsatzbedingungen, Materialien und Einbauprozesse beschreibt“, so Leddig-Bahls. Auftraggeber und Ingenieurbüros wünschten sich außerdem Hilfestellung bei der Planung, Ausschreibung und Überwachung bis hin zur Abnahme. Das alles sei in dem Merkblatt zusammengefasst.

Das Merkblatt finden Sie hier.

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