|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

Ruhrverband nimmt Fischliftsystem am Baldeneysee offiziell in Betrieb

Ruhrverband nimmt Fischliftsystem am Baldeneysee offiziell in Betrieb
Die Einfahrphase ist gestartet. (© Ruhrverband)
19.08.2020 − 

Der Ruhrverband hat in der vergangenen Woche sein Fischliftsystem am Baldeneysee im Beisein von NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, der Düsseldorfer Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher sowie des Essener Oberbürgermeisters Thomas Kufen offiziell in Betrieb genommen. Seit Anfang Juli 2020 seien die technischen Bauteile, die Steuerungs- und Fernwartungstechnik, die Monitoringsysteme und das Datenmanagement des Fischliftsystems ausgiebig getestet worden, teilte der Ruhrverband mit. Die Tests seien sehr positiv verlaufen.

„Bereits in der ersten Testphase haben jede Mengen Rotaugen, Barsche und kleinere Fischschwärme die neue Aufstiegsmöglichkeit in den Baldeneysee genutzt, obwohl zu dieser Jahreszeit eigentlich keine ausgeprägten Fischwanderungen stattfinden. Selbst ein kapitaler Wels wurde durch die Beobachtungskameras registriert. Diese Erkenntnisse stimmen uns sehr optimistisch, dass das neue Liftsystem wie geplant von den Fischen angenommen wird“, sagte Prof. Norbert Jardin, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands.

Konventionelle Fischaufstiegsanlage aus Platzgründen nicht realisierbar

Der Fischlift war nötig geworden, um die Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erfüllen und Querbauwerke im Gewässer für wandernde Fische durchgängig zu machen. Am Baldeneysee sei dies aufgrund des extremen Höhenunterschieds der Wehranlage und der beengten Platzverhältnisse mit einer konventionellen Fischaufstiegsanlage, wie zum Beispiel einer Fischtreppe, nicht realisierbar, so der Ruhrverband. Deswegen habe das Land Nordrhein-Westfalen zusammen mit dem Ruhrverband eine Expertenkommission beauftragt, sinnvolle Lösungen zu diskutieren.

Land NRW fördert das 6,8 Mio. Euro teure Projekt zu 80 Prozent

„Ich freue mich sehr, dass dieses Pilotprojekt bereits von den Fischen angenommen wird“, sagte Umweltministerin Heinen-Esser. Der Fischlift gehöre zu den Maßnahmen der Landesregierung, die nordrhein-westfälischen Gewässer weiter ökologisch zu entwickeln und zu renaturieren. „Sie sollen helfen, möglichst vielen Tieren und Pflanzen wieder natürliche Lebensräume zu bieten. Daher unterstützen wir als Landesregierung solche Renaturierungsprojekte mit Fördermitteln und Know-how“, sagte die Ministerin. Die Baukosten für das Fischliftsystem betrugen nach Angaben des Ruhrverbands rund 6,8 Millionen Euro. Das Projekt wird durch das Land Nordrhein-Westfalen zu 80 Prozent gefördert.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

zurück − Untersuchung der Lahnauen: Plastikpartikel gelangen tiefer in den Boden als angenommen

Modell des AWI berechnet Wasserstände von Flüssen drei Monate im Voraus  − vor