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Ruhrverband will Kanalnetz von Hattingen für 110 Mio. Euro übernehmen

Ruhrverband will Kanalnetz von
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04.03.2019 − 

Der Ruhrverband will das Kanalnetz der Stadt Hattingen für 110 Mio. Euro übernehmen. Dies würde viel Geld in die leere Stadtkasse bringen, teilte die Stadt Anfang März mit. Es soll allerdings kein Verkauf stattfinden, das Konzept sehe es vielmehr vor, dass die Stadt dem Ruhrverband die Pflichten der Ableitung des gebrauchten Wassers an die Kläranlagen überträgt. Der Stadtrat muss diesen Plänen allerdings erst noch zustimmen.

Die Finanzlage der Stadt sei äußerst prekär, Kassenkredite von rund 130 Mio. Euro, Investitionskredite von rund 74 Mio. Euro und eine seit Jahren bestehende bilanzielle Überschuldung ließen die Stadt nach allen Möglichkeiten suchen aus der Schuldenfalle zu entkommen, so Bürgermeister Dirk Glaser.

„Der Ruhrverband ist eine – unter anderem von 60 Kommunen getragene – selbstverwaltete Körperschaft des öffentlichen Rechts, er ist dem Allgemeinwohl verpflichtet und deshalb ist er kein profitwirtschaftlich orientiertes Unternehmen, sondern im besten Sinne ein Mitglied der kommunalen Familie“, so Kämmerer Frank Mielke. Die Stadt arbeite schon seit vielen Jahrzehnten mit dem Ruhrverband zusammen, der in Hattingen eine Kläranlage und viele weitere wasserwirtschaftliche Bauwerke unterhält.

Falls das Übereinkommen vom Stadtrat im April akzeptiert wird, kann sich die Stadt eigenen Angaben zufolge von 85 Prozent ihrer Kassenkredite entledigen. Auch der Ruhrverband könne von der Übernahme des Kanalnetzes profitiert. Der Verband seit durch die Änderung des Landeswassergesetzes im Jahr 2016 in der Lage, sein Geschäftsfeld auszuweiten.

Ruhrverbandsvorstand Norbert Jardin: „Wenn das System der Siedlungsentwässerung und Abwasserreinigung zukünftig in einer Hand liegen, können wir den Betrieb und die notwendigen Investitionen besser aufeinander abstimmen – zum Vorteil für unsere Gewässer und die Bürger.“ Der Ruhrverband habe die Absicht im seinem Kerngeschäft der Siedlungswasserwirtschaft weiter zu wachsen.

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