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RWW: Energie sparen mit gereinigten Wasserleitungen

RWW: Energie sparen mit gereinigten Wasserleitungen
Bildquelle: RWW
05.10.2015 − 

Die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH hat das Forschungsvorhaben „Steigerung der Energieeffizienz in Wassernetzen durch optimierte Reinigung“ gestartet. Ziel sei es, die Energieeffizienz zu erhöhen und Kosten zu senken, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Freitag. Das Vorhaben wird vom Bundesforschungsministerium (BMBF) gefördert. Beteiligte Partner sind die Hammann GmbH sowie der Lehrstuhl für Mechanik und Robotik der Universität Duisburg-Essen.

Es soll geklärt werden, wie Leitungen optimal und mit geringem Mitteleinsatz gereinigt werden können. Bisher sei die Optimierung von Pumpen das Ziel der Energieoptimierung gewesen. Doch während des Betriebes entstünden Ablagerungen in Rohrleitungen, die die Wandrauheit erhöhten und den Querschnitt verringerten. Der Druckverlust steige und damit der Energiebedarf der Pumpen. „Sie müssen für die Förderung derselben Wassermenge mehr Druck bereitstellen, da der höhere Druckverlust in den Leitungen überwunden werden muss“, erklärte RWW-Projektleiter Dr. Michael Plath. Mit der Reinigung der Leitungen lasse sich nicht nur die Qualität des Trinkwassers sichern, sondern auch Energie einsparen.

Das geplante Vorhaben habe zwei Ziele: Erstes Ziel sei, die Steuerung des eingesetzten, sogenannten Comprex®-Verfahrens zu optimieren und die Reinigungsleistung zu erhöhen. „Hierbei handelt es sich um ein Impuls-Spülverfahren, bei dem Pakete aus Luft- und Wasserblöcken mit hoher Geschwindigkeit eine Leitung durchströmen, um vorhandene Ablagerungen zu entfernen“, so Plath. Das zweite Ziel sei, die Reinigungsleistung und damit die Energieeinsparung zu quantifizieren. Neuartige Analysemethoden sollen Aussagen zum Zustand der Rohrleitung vor und nach der Reinigung geben.

Auch anderen Wasserversorgern soll es mithilfe des RWW-Projektes künftig möglich sein, die potenzielle Einsparung bei der Trinkwasserförderung durch eine Reinigung mit Zahlen zu belegen und ihre Reinigungsstrategie entsprechend anzupassen. Davon profitierten ebenso die Verbraucher. Energieeinsparung bedeute zudem, Betriebskosten niedrig zu halten und letztlich Ressourcen zu schonen. Sollte das Vorhaben erfolgreich verlaufen, so kann es laut RWW in Form einer Dienstleitung auch anderen Unternehmen angeboten werden.

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