|  

Sachsen: Umweltminister Günther kündigt Grundsatzkonzeption zur Wasserversorgung an

Sachsen: Umweltminister Günther kündigt Grundsatzkonzeption zur Wasserversorgung an
Eine Wasserleitung
11.06.2021 − 

Sachsens Umwelt- und Klimaschutzminister Wolfram Günther (Grüne) hat angekündigt, bald eine Grundsatzkonzeption zur Wasserversorgung in Sachsen vorzulegen. Dieser Handlungsleitfaden für wasserwirtschaftliche Entscheidungen beziehe insbesondere sich ändernde Randbedingungen wie Klimawandel, Demografie und Rohwasserbeschaffenheit ein. Wie Günther vergangene Woche im Rahmen der Dresdner Grundwassertage erklärte, stehe die Wasserwirtschaft in Sachsen vor dem Hintergrund von Strukturwandel und Klimaerwärmung vor überdurchschnittlich umfangreichen und komplexen Aufgaben.

„Mit dem Bergbau in den Kohlerevieren Nord- und Ostsachsens wurde auch massiv in die Grundwasserverhältnisse eingegriffen. Zugleich sind gerade diese Regionen auch vom Klimawandel stark betroffen. Das ist keine ferne Zukunft, sondern reale Gegenwart. Vor diesem Hintergrund verfolgen wir das ehrgeizige Ziel eines nachbergbaulich sich weitgehend selbstregulierenden Wasserhaushaltes. Davon wollen wir nicht abweichen“, so Günther.

Es brauche allerdings über Jahrzehnte etliche Milliarden Euro, um die bergbaubedingten Eingriffe im Bereich von Oberflächen- und Grundwasser zu heilen. Dies sei auch Voraussetzung für einen erfolgreichen Strukturwandel und neue Perspektiven für die Reviere, so der Minister weiter, der zudem die Kohleunternehmen und auch den Bund in der Verantwortung sieht: „Diese Aufgaben können die betroffenen Länder allein gar nicht stemmen.“

Über die Bewältigung der Bergbaufolgen hinaus nannte der Minister die verschiedenen Nutzungsansprüche wie die Trinkwasserversorgung, die landwirtschaftliche Bewässerung oder auch private und gewerbliche Grundwasserentnahmen. Hier häuften sich die Nutzungskonflikte, deren Bewältigung eine präzise Grundwasserbewirtschaftung erfordere: „Wir müssen übergreifend denken, um auch die mit dem Grundwasser in Verbindung stehenden Oberflächengewässer und ihre Auen, das heißt die grundwasserabhängigen Landökosysteme, besser zu schützen.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − BUND Naturschutz fordert bayernweites Moratorium für neue Klärschlammverbrennungsanlagen

Brandenburg: Erste Maßnahmen zur Stützung des Spree-Abflusses ergriffen  − vor