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Stadtentwässerungsbetriebe und Stadtwerke Köln planen Klärschlammverbrennung in Köln-Merkenich

Stadtentwässerungsbetriebe und Stadtwerke Köln planen Klärschlammverbrennung in Köln-Merkenich
Die StEB Köln wollen 76.000 Tonnen einbringen.
08.03.2021 − 

Die Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) Köln und die Stadtwerke Köln (SWK) wollen am Heizkraftwerk Köln-Merkenich eine Klärschlammverbrennungsanlage (KVA) errichten. Der Standort unmittelbar nördlich der Fordwerke und am Ölhafen sei für den Bau und Betrieb einer KVA mit einer Kapazität von 120.000 bis 180.000 Tonnen Originalsubstanz besonders gut geeignet, teilten die StEB Köln mit. Zudem könne eine rein öffentlich getragene Gesellschaft verwirklicht werden. „Dies ist ein Meilenstein bei unserer Suche nach einem geeigneten Standort in öffentlicher Partnerschaft“, sagt Otto Schaaf, Vorstand der StEB Köln.

Wie berichtet, haben die StEB Köln, der Wasserverband Eifel-Rur, der Erftverband, der Niersverband, die Stadt Bonn und 17 interessierte Gemeinden aus dem Nahbereich im Jahr 2018 die Klärschlammkooperation Rheinland (KKR) gegründet. Wesentliches Ziel der KKR ist die Suche nach einer kosteneffizienten, umweltgerechten und rechtssicheren Entsorgungslösung für Klärschlamm. Aufgrund der großen Menge von 360.000 Tonnen Originalsubstanz oder 90.000 Tonnen Trockenmasse sähen die Partner eine Aufteilung auf zwei Standorte als sachgerechte und realisierbare Lösung an, erklärten die StEB Köln.

Eine Teilmenge setze sich aus dem Klärschlamm der drei Wasserverbände zusammen, die einen privaten Standortinhaber an einer öffentlich-privaten Partnerschaft beteiligen wollen, hieß es weiter. Für die andere Teilmenge gebe es nun mit dem Standort Merkenich ein tragfähiges Konzept. Die StEB wollen hier nach eigenen Angaben 76.000 Tonnen Klärschlamm einbringen. Die Untergrenze von 120.000 Tonnen Originalsubstanz ergebe sich aus einer Mindestgröße, ab der die Anlage ökologisch und ökonomisch sinnvoll betrieben werden kann. Damit diese Schwelle erreicht wird, sollen weitere öffentliche Partner beteiligt werden.

Die StEB Köln und die Stadtwerke Köln beabsichtigen, das Gemeinschaftsunternehmen KLAR GmbH (Klärschlammverwertung am Rhein) zu gründen, das den Bau und den Betrieb der KVA verantworten soll. Sie bieten der Stadt Bonn sowie interessierten Städten und Gemeinden im Umkreis an, sich dem Projekt anzuschließen. Die SWK seien bereit, der KLAR GmbH ein Grundstück auf dem Gelände des Heizkraftwerks in Köln-Merkenich im Wege einer Erbpacht zur Verfügung zu stellen, so die StEB Köln. Damit eröffne sich die Möglichkeit, in Form einer Inhouse-Lösung interkommunal zusammenzuarbeiten.

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