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Starkregen: Berliner Busse sollen Geo- und Wetterdaten sammeln

Starkregen: Berliner Busse sollen Geo- und Wetterdaten sammeln
Bildquele: animaflora - Fotolia
14.12.2018 − 

In Berlin kommt es – wie auch in anderen Städten – bei Starkregen immer wieder dazu, dass die Kanalisation überläuft. Im Rahmen eines Forschungsprojekts soll nun erarbeitet werden, wie lokale Geo- und Wetterdaten, die unter anderem von Bussen gesammelt werden sollen, dazu genutzt werden können, um genau festzustellen wo und wie stark es regnet. Das teilten die Berliner Wasserbetriebe (BWB) mit, die das Projekt SENSARE – kurz für „Sensorbasierte Stadtgebietsanalyse für Starkregengefährdungen zur Warnung und Resilienz Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur“ – kooridinieren.

Das Forschungskonsortium arbeitet den Angaben zufolge an einem Echtzeit-Informationssystem, das im Falle von Starkregen Alarm schlägt. Demnächst sollen Berliner Busse in Zukunft nicht nur Daten über Position und Zeit an ihre Zentralen funken, sondern auch, ob sie durch Pfützen fahren und wie tief diese sind, Müllwagen werden gleiches tun. Diese Angaben werden mit Geo- und Wetterdaten kombiniert und können so im Ergebnis in Echtzeit vor Überflutungen warnen, so die BWB.

Zunächst sollen auf Basis einer Schwachstellenanalyse die Senken des Berliner Stadtgebiets, in denen eine erhöhte Überflutungsgefahr von Straßen und Kreuzungen besteht identifiziert werden. Diese Geodaten sollen mit Wetterdaten kombiniert werden. Um deren Messnetz stark zu verdichten, werden u.a. Busse und Lkw mit speziellen Messsensoren ausgerüstet, die Daten zum Wetter und Wasserständen senden, so die Angaben.

Mittels Computersimulationen werde dann modelliert, wie hoch das Risiko einer Überflutung ist und wie man mittels NowCasting – unmittelbaren Wettervorhersagen – die Verkehrsteilnehmer umleiten könnte. Im ersten Schritt sollen diese Daten in die Leitsysteme der Stadt fließen, später auch in die Navigationsgeräte von Autos, hieß es.

An dem Projekt sind neben den BWB auch die TU Kaiserslautern, die Berliner Verkehrsbetriebe, die Berliner Stadtreinigungsbetriebe, die Stromnetz Berlin GmbH und die Senatsumwelt- und die Senatswirtschaftsverwaltung beteiligt. Weitere Projektpartner sind der Softwareentwickler e.sigma GmbH, die Urban Software Institute GmbH und die Smart City Solutions GmbH. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds („mFUND“) durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, so die BWB.

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