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Starkregenkarte und Kommunalpakt: Thüringen verstärkt Einsatz für Anpassung an Klimawandel

Starkregenkarte und Kommunalpakt: Thüringen verstärkt Einsatz für Anpassung an Klimawandel
Symbolbild Starkregen
19.11.2021 − 

Die Landesregierung von Thüringen hat im Rahmen eines Klimakabinetts die Bedeutung von mehr Klimaschutz und Klimaanpassung bekräftigt und dazu mehrere Analysen und Beschlüsse verabschiedet. Thüringen werde nun, beginnend mit dem Jahr 2022, mindestens alle fünf Jahre einen Monitoringbericht vorlegen, der aufzeigen soll, welche klimabedingten Herausforderungen auf Stadt und Land, auf die Gesundheit sowie auf die Land-, Forst- und Wasserwirtschaft zukommen.

Dazu passend werde das Integrierte Maßnahmenpaket (IMPAKT) ebenfalls mindestens alle fünf Jahre fortgeschrieben – als Informationsgrundlage über Risiken und Anpassungserfordernisse auch der kommunalen Verwaltungen, teilte das Landesumweltministerium mit. Ein Regionales Klimainformationssystem (ReKIS) und ein kompakter Klimaleitfaden sollen aufzeigen, welche Förderungen für Kommunen mit dem Programm Klima Invest der Landesregierung möglich sind. Unter anderem sollen Klimamanager besser gefördert werden, damit die Unterstützung durch Bundes- und Landesgelder die Kommunen zielgenau erreicht. 

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) werde als zusätzliche Informationsgrundlage eine Starkregenhinweiskarte erstellen, die den Kommunen wichtige Hinweise auf Starkregenzeiten und Intensitäten geben soll. Die bereits landesweit gegründeten Gewässer-Unterhaltungs-Verbände (GUV) seien als wasserwirtschaftliche Kompetenzstellen in den Regionen auszubauen. Die Maßnahmen zum Aufbau von Wasserwehrdiensten in allen Gemeinden, die an Risikogebieten liegen, sollen fortgesetzt werden. Zudem werde die Landesregierung weiterhin um Elementarschadensversicherungen als Teil einer angemessenen Vorsorge vor Ort.

Städte und Gemeinden übernehmen Schlüsselrolle

Gemeinden und Städte übernehmen eine Schlüsselrolle beim Erreichen der Klimaschutzziele, heißt es weiter. Das Umweltministerium strebe daher einen Klimapakt mit den Kommunen an. Die Vereinbarung mit den kommunalen Spitzenverbänden soll Klimaschutz vor Ort verbindlich regeln. Im Gegenzug erhalten Kommunen finanzielle Planungssicherheit, d.h. der Pakt regelt die verlässliche Bereitstellung finanzieller Mittel. Diese sollen in Kombination mit Bundes- und EU-Mitteln Investitionen vor Ort ermöglichen. Klimaneutrale Gebäude, CO2-freie Mobilität, eine klimagerechte Bauleitplanung oder Personal können so für die Dauer der Vereinbarung sicher finanziert werden.

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