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Studie: Antibiotikaresistente Erreger immer häufiger auch in Gewässern zu finden

Studie: Antibiotikaresistente Erreger immer häufiger auch in Gewässern zu finden
Steinhuder Meer (Symbolbild)
23.08.2021 − 

Antibiotikaresistente Erreger gibt es immer häufiger auch in Gewässern. Ein Forschungsteam der Universitäten Marburg (UMR), Duisburg-Essen (UDE) und Hongkong hat verschiedene Erregertypen analysiert und ihre Häufigkeit in über 270 europäischen Süßwasserseen erfasst. Damit sei erstmalig eine Basis geschaffen, die Entwicklung der Keimbelastung in 13 europäischen Ländern zu überwachen, teilte die UMR mit.

Wie die Hochschule berichtete, hat das Forschungsteam standardisierte Wasserproben genutzt, die alle innerhalb eines Monats gesammelt wurden. Untersucht wurden die Proben hinsichtlich der Resistenzgene gegen vier wichtige Antibiotikaklassen, die vor allem in der landwirtschaftlichen Tierhaltung und Humanmedizin genutzt werden: Tetracycline, Cephalosporine, Chinolone und Sulfonamide. In fast allen Proben seien Mikroorganismen festgestellt worden, die potenziell gegen diese Wirkstoffklassen resistent sind.

„Ein großes Problem sind Abwässer, die zwar vor der Einleitung in Flüsse und Seen gereinigt werden, aber dennoch Krankheitserreger aufweisen. Diese gelangen dann in Süßgewässer wie Flüsse und Seen“, sagte Sebastian Spänig, Erstautor und Doktorand in der Arbeitsgruppe Data Science in der Biomedizin an der UMR. „Darüber hinaus wirken sich sozioökonomische und ökologische Faktoren wie die chemische Industrie und die Tierhaltung in unmittelbarer Nähe der Gewässer auf die Entwicklung antibiotikaresistenter Keime aus“, sagte er.

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