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Studie: CO2-Emissionen trockengefallener Gewässerbereiche deutlich unterschätzt

Studie: CO2-Emissionen trockengefallener Gewässerbereiche deutlich unterschätzt
Elbe bei Schönberg. Quelle: Matthias Koschorreck
05.05.2020 − 

Laut einer Studie werden die tatsächlichen Kohlendioxid-Emissionen von Binnengewässern deutlich unterschätzt. Dabei spielen Binnengewässer wie Flüsse, Seen oder Talsperren im globalen Kohlenstoffkreislauf eine wichtige Rolle. In Hochrechnungen zum Kohlendioxidausstoß von Land- und Wasserflächen werden zeitweise trockenfallende Bereiche von Gewässern in der Regel nicht einbezogen, berichtet das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in einer Mitteilung.

Das UFZ am Standort Magdeburg führt zusammen mit dem Katalanischen Instituts für Wasserforschung (ICRA) ein internationales Forschungsprojekt zu dem Thema durch. „Alles begann 2013 während einer Messkampagne im spanischen Katalonien“, berichtet Matthias Koschorreck, Biologe im Department Seenforschung des UFZ. Gemeinsam mit einem spanischen Team untersuchte er dort die Freisetzung von Treibhausgasen im Einzugsgebiet eines kleinen Flusses. „Es war Sommer und Teile des Flussbettes waren ausgetrocknet. Aus einem spontanen Impuls heraus haben wir auch dort gemessen“, sagt Koschorreck. „Mit überraschendem Ergebnis – diese ausgetrockneten, kiesigen Bereiche des Flussbettes setzten unerwartet hohe Mengen an Kohlendioxid frei.“

Dem ging Koschorreck gemeinsam mit seinem Kollegen Rafael Marcé vom ICRA im spanischen Girona in weiteren Studien nach. Die Ergebnisse an verschiedenen Messpunkten in Spanien und Deutschland zeigten denselben Befund: Trockengefallene Gewässerbereiche setzten deutlich messbare und zum Teil erhebliche Mengen an Kohlendioxid frei. „Wir fragten uns, ob dies womöglich auch in anderen Gebieten der Erde der Fall sein könnte, und ob Treibhausgasemissionen von Binnengewässern grundsätzlich unterschätzt werden“, so Koschorreck.

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