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Studie: Hochwasserrisiken stark abhängig von Intensität der Extremniederschläge

Studie: Hochwasserrisiken stark abhängig von Intensität der Extremniederschläge
Eine hohe Bodenfeuchte erhöht das
Überschwemmungsrisiko. (Symbolbild)
01.09.2021 − 

Um die Auswirkungen klimawandelbedingter Starkregenereignisse auf Hochwasserrisiken und die Ausprägung von Überschwemmungen besser einschätzen zu können, hilft eine getrennte Betrachtung schwächerer und stärkerer Extremniederschlagsereignisse. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie internationaler Forscher rund um die Hydrologin Manuela Brunner vom Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften der Universität Freiburg und Prof. Ralf Ludwig von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass schwächere Extremniederschlagsereignisse, die im Mittel alle rund zwei bis zehn Jahre vorkommen, in Frequenz und Menge zunehmen, aber nicht zwangsläufig zu Überschwemmungen führen, teilte die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit. An manchen Orten könne hierbei durch den Klimawandel das Hochwasserrisiko sogar wegen trockener werdender Böden sinken. Ebenso nähmen die stärkeren Extremniederschlagsereignisse, die allerdings im Mittel seltener als 50 Jahre vorkommen, in Frequenz und Menge zu, führten dabei aber generell häufiger zu Überschwemmungen. Die Studie wurde in der Zeitschrift Communications Earth & Environment veröffentlicht.

Aufnahmekapazität des Bodens für Hochwasserrisiko entscheidend

„Bei den stärkeren und zugleich selteneren Extremniederschlagsereignissen treffen so große Niederschlagsmengen auf den Boden, dass seine aktuelle Beschaffenheit kaum noch einen Einfluss darauf hat, ob es zu einer Überschwemmung kommt“, sagte Brunner. Die Kapazität des Bodens, Wasser aufzunehmen, werde relativ schnell erschöpft, so dass der Regen über die Oberfläche abfließe und die Landschaft flute.

Anders verhalte es sich bei den schwächeren und zugleich häufigeren Extremniederschlagsereignissen, führte Brunner weiter aus. „Hier ist die jeweils aktuelle Bodenbeschaffenheit entscheidend.“ Ist der Boden trocken, könne er viel Wasser aufnehmen. Damit sei das Hochwasserrisiko gering. „Liegt allerdings schon eine hohe Bodenfeuchte vor, kann es auch hier zu Überschwemmungen kommen.“ Da durch den Klimawandel viele Böden trockener würden, könne dort also das Hochwasserrisiko bei den schwächeren, häufigeren Extremniederschlagsereignissen sinken – nicht allerdings bei den seltenen, heftigen.

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