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Talsperren können zweimal mehr Kohlenstoff freisetzen als sie speichern

Talsperren können zweimal mehr
Talsperre Schoenbrunn ©micha-ef - stock.adobe.com
14.05.2021 − 

Talsperren können zweimal mehr Kohlenstoff freisetzen als sie speichern. Dass die Kohlenstoff-Emission von Talsperren bislang deutlich unterschätzt wurde, haben Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) am Standort Magdeburg in Kooperation mit spanischen Wissenschaftlern des Katalanischen Instituts für Wasserforschung (ICRA) in Girona sowie der Universität Barcelona jetzt im Rahmen einer Studie gezeigt. Sie ist im Fachjournal „Nature Geoscience“ erschienen.

Talsperren dienen unter anderem als Reservoire für Trinkwasser, die landwirtschaftliche Bewässerung oder den Betrieb von Wasserkraftanlagen. Bisher ging man davon aus, dass Talsperren ungefähr so viel Kohlenstoff speichern, wie sie in Form von Treibhausgasen an die Atmosphäre abgeben, berichtet das Helmholtz-Zentrum in einer Mitteilung.

Demnach transportieren Fließgewässer große Mengen an kohlenstoffhaltigem Material wie Laub, Äste oder Algen. Werde das Wasser in einer Talsperre gestaut, sinke das mitgetragene Material nach und nach ab und sammele sich am Gewässergrund an. „Durch den Sauerstoffmangel laufen die Abbauprozesse dort unten sehr viel langsamer ab. Dadurch wird weniger Kohlendioxid freigesetzt, und der enthaltene Kohlenstoff wird im Sediment der Talsperre längerfristig gespeichert“, erklärt UFZ-Biologe Matthias Koschorreck. Daher sei man bislang davon ausgegangen, dass Talsperren durch diese Anreicherungsprozesse mehr Kohlenstoff speichern als sie freisetzen.

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