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„Trinkwasserqualität muss bei Stilllegungen aufgrund der Coronakrise erhalten werden“

„Trinkwasserqualität muss bei Stilllegungen aufgrund der Coronakrise erhalten werden“
Verbände: Trinkwasserhygiene beachten
24.03.2020 − 

Vor dem Hintergrund der Coronakrise sollte aufgrund der bereits getroffenen Maßnahmen der Bundesregierung die Trinkwasserhygiene im Blick behalten werden. Auch wenn eine Übertragung des Coronavirus über die öffentliche Trinkwasserversorgung auch nach Einschätzung des Umweltbundsamtes (UBA) nach derzeitigem Kenntnisstand höchst unwahrscheinlich sei (EUWID 13.2020), blieben zahlreiche Trinkwasser-Installationen, insbesondere in Einkaufszentren, Ladenlokalen, Hotels, Ferienwohnungen und Versammlungsstätten, über mehrere Wochen ungenutzt.

Das haben die Verbände Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA), Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach (figawa) und Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) Ende März in einer gemeinsamen Empfehlung zu bedenken gegeben.

Hier müsse dennoch ein bestimmungsgemäßer Betrieb gemäß den allgemein anerkannten Regeln der Technik sichergestellt werden. In Fällen von Quarantäne und Ausgangssperren könne dies nicht immer gewährleistet werden.

Die Empfehlung der Verbände solle zur Erhaltung der Trinkwasserqualität innerhalb der Trinkwasser-Installation im Falle von Betriebsstilllegungen und Quarantäne in der aktuellen Ausnahmesituation zur schnellen Hilfe dienen.

Für große Liegenschaften Spülpläne notwendig

Wenn eine normale Nutzung, also der bestimmungsgemäße Betrieb, nicht gewährleistet ist, so müssen diese Trinkwasser-Installationen mit Hilfe eines Spülplans für die Übergangszeit betrieben werden, heißt es in der Empfehlung. Demnach sei mindestens alle 72 Stunden an allen Entnahmestellen kaltes und warmes Trinkwasser zu entnehmen. Ist der Betreiber der Anlage nicht in der Lage einen solchen Spülplan umzusetzen, so sollte er die Trinkwasser-Installation an der Hauptabsperreinrichtung absperren und die Trinkwasser-Installation mit allen Komponenten  vorübergehend außer Betrieb setzen.    

Für große Liegenschaften, wie z.B. Sport- und Eventanlagen, Stadien, Konzert- und Messehallen sollten entsprechende Pläne aufgrund der ohnehin wechselnden Nutzung bereits vorliegen, heißt es in der Empfehlung.

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