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TU Clausthal führt Verbundprojekt „BioBZ“ zur Erzeugung von Energie aus Abwasser fort

TU Clausthal führt Verbundprojekt „BioBZ“ zur Erzeugung von Energie aus Abwasser fort
Bildquelle: TU Clausthal
20.01.2020 − 

Forscher der TU Clausthal wollen gemeinsam mit Partnern den Einsatz einer bio-elektrochemischen Brennstoffzelle (BioBZ) in Kläranlagen weiter optimieren. In einer Demonstrationskläranlage in Goslar, die für 250 Einwohner ausgelegt ist, soll dieser Ansatz umgesetzt werden, teilte die Hochschule mit. Dafür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung über den Projektträger Karlsruhe (PTKA) in den kommenden fünf Jahren 5,9 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Mittel aus Industrie und Wissenschaft. Das Verbundprojekt BioBZ hat ein Gesamtvolumen von sieben Mio. Euro.

Durch den Einsatz einer BioBZ kann aus dem Abwasser einer Kläranlage Energie gewonnen werden. Koordiniert wird das neue Verbundprojekt von Professor Michael Sievers vom Cutec Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum. „Eine technische Anlage, wie sie im Projekt Demo-BioBZ zur nachhaltigen Abwasserreinigung mit vollständiger Kohlenstoff- und Stickstoff-Elimination angestrebt wird, existiert bisher weltweit noch nicht“, sagte Sievers. Der Weg zu einem solchen Novum sei in drei Phasen eingeteilt: eine zweijährige (Weiter-)Entwicklungsphase, eine einjährige Planungs- und Bauphase der Kläranlage sowie eine zweijährige Betriebsphase mit Prozessoptimierung.

Mit der bio-elektrochemischen Brennstoffzelle werden die organischen Schmutzstoffe bei deren Abbau direkt in Strom umgewandelt, führte die Hochschule näher aus. Als zusätzlicher Effekt reduziere sich der Aufwand für die Belüftung erheblich, die ebenfalls dem Abbau von Schmutzstoffen dient. Außerdem falle weniger Schlamm an, der ansonsten kostenintensiv entsorgt werden müsste. Innerhalb der Zellen fungieren Mikroorganismen als Biokatalysatoren, die während des Schadstoffabbaus elektrische Energie erzeugen.

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