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UDE stellt neues Verfahren zur Grundwassersanierung vor

UDE stellt neues Verfahren zur Grundwassersanierung vor
Bildquelle: Uni Duisburg-Essen
21.01.2019 − 

Wissenschaftler haben in einem von der Universität Duisburg-Essen (UDE) koordinierten EU-Projekt ein neues Verfahren zur Grundwassersanierung entwickelt. Um eine industrielle Kontamination des Bodens durch Schwermetalle zu vermeiden, werden spezielle Eisenoxid-Nanopartikel in Grundwasser leitendes Gestein injiziert, teilte die UDE mit. Dort bilden sie eine Barriere, die die gefährlichen Stoffe zurückhält.

Um Schwermetalle aus dem Grundwasser zu lösen, wird bisher das Wasser an die Oberfläche gepumpt und behandelt, erklärte die Hochschule. Solche Pump-and-Treat-Verfahren seien allerdings kostspielig und müssten sehr lange betrieben werden. Die am Biofilm Centre der UDE entwickelte Methode sei wirksamer und wirtschaftlicher.

„Wir haben kolloide Eisenoxid-Nanopartikel hergestellt“, sagte die Chemikerin Beate Krok. „Sie lassen sich wegen ihrer einzigartigen Eigenschaften in die wasserführenden Gesteinsschichten injizieren. Dort überziehen die Partikel die Oberfläche des Sediments und bilden eine Adsorptionsbarriere.“ Wenn das kontaminierte Wasser hindurchfließe, würden die Schwermetalle dauerhaft zurückgehalten und könnten sich nicht weiter ausbreiten, so die Wissenschaftlerin.

Der große Vorteil des Verfahrens sei, dass es in wenigen Tagen einsetzbar sei. Es benötige zudem keine großen baulichen Maßnahmen und funktioniere auch in schwierigen Geländen. Außerdem eigne es sich nicht nur für stillgelegte Industriestandorte, sondern auch für aktive.

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