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UFZ: Durch Nitratauswaschung gefährdete Gebiete größer als bislang angenommen

UFZ: Durch Nitratauswaschung gefährdete
Düngen ©romankrykh - stock.adobe.com
10.12.2020 − 

Der Anteil der durch Nitratauswaschung gefährdeten Gebiete in Europa ist fast doppelt so groß wie bislang angenommen. Berechnungen eines vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) angeführten Wissenschaftlerteams haben ergeben, dass über einen Zeitraum von mindestens vier Monaten pro Jahr auf etwa Dreiviertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche Europas Nitrat in Grundwasser und Oberflächengewässer gelangen kann.

Das schreiben die Wissenschaftler in einem Beitrag für das Wissenschaftsmagazin Nature Communications. Wie viel von dem über die Düngung ausgebrachten Stickstoff als Nitrat in Grundwasser und Oberflächengewässer gelangen kann oder davor bereits denitrifiziert wird, also zu molekularem Stickstoff und Stickoxiden umgewandelt und in die Luft abgegeben wird, hänge unter anderem abhängig von komplexen Vorgängen im Boden ab. Welche Prozesse über den Weg des Stickstoffs entscheiden, haben UFZ-Forscher um den Hydrologen Rohini Kumar den Angaben zufolge nun genauer analysiert.

Mit ihrem Ansatz kommen die UFZ-Forscher zu dem Ergebnis, dass für einen Zeitraum von mindestens vier Monaten pro Jahr fast 75 Prozent der Agrarfläche Europas anfällig ist für Nitratauswaschung in das Grundwasser und die Oberflächengewässer. Nutze man dagegen den statischen Ansatz, liege dieser Flächenanteil nur bei 42 Prozent.

Da die zeitlich-räumliche Dynamik des Wassertransports bei der Risikobewertung nitratgefährdeter Gebiete in Europa bislang nicht berücksichtigt worden sei, werde die räumliche Ausdehnung des Nitrateintrags unterschätzt, sagte der UFZ-Hydrogeologe Andreas Musolff. Das betreffe beispielsweise Gebiete im Osten und Nordosten Deutschlands, auf der iberischen Halbinsel sowie in einigen osteuropäischen Staaten. 

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