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Umsetzung der WRRL in Schleswig-Holstein hat für Landtags-Grüne höchste Priorität

Umsetzung der WRRL in Schleswig-Holstein hat für Landtags-Grüne höchste Priorität
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07.10.2019 − 

Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in Schleswig-Holstein hat für Bündnis 90/Die Grünen höchste Priorität. Das erklärte die umweltpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Marlies Fritzen, anlässlich eines Berichts der Landesregierung zum Einfluss von Wasserkraftanlagen auf die Laichwanderung von Fischen (Drucksache 19/1511) im Landtagsplenum. Auch wenn das Land von der Zielerreichung noch weit entfernt sei, habe diese Richtlinie seit Inkrafttreten den Gewässerschutz einen großen Schritt vorangebracht. Der Bericht wurde an den Umwelt- und Agrarausschuss zur abschließenden Beratung überwiesen.

Wasserkraftanlagen seien nur eine von vielen Ursachen für eine gestörte oder zerstörte Durchlässigkeit von Gewässern, betonte Fritzen. In Schleswig-Holstein spielten sie eine im Vergleich zu bergigeren Regionen geringe Rolle, da die Fließgewässer nur ein geringes Gefälle aufwiesen. „Dennoch ist es unser Ziel, die Barrierewirkung von Wasserkraftanlagen ebenso wie die anderer Bauwerke wo möglich aufzuheben oder abzumildern und so den wandernden Fischarten ihren Lebenszyklus zu ermöglichen“, sagte die Politikerin.

Rund 25 Mio. Euro in Gewässerdurchgängigkeit investiert

Laut Bericht der Landesregierung wurden in den letzten 15 Jahren rund 25 Mio. Euro für eine bessere Gewässerdurchgängigkeit investiert. Dabei seien vorwiegend naturnahe Sohlgleiten gebaut, aber auch technische Fischpässe errichtet worden. Bei der Herstellung der Durchgängigkeit habe der Fokus darauf gelegen, den Fischen die Flussaufwärtswanderung und einen gefahrenlosen Fischabstieg zu ermöglichen.

In Schleswig-Holstein sind insgesamt 23 Wasserkraftwerke amtlich statistisch erfasst, heißt es in dem Bericht weiter. 17 Wasserkraftwerke hätten eine Relevanz für Fischwanderungen im Land. Damit könne davon ausgegangen werden, dass Defizite, die durch naturferne Gewässerstrukturen in Folge früherer Ausbaumaßnahmen bestanden oder noch bestehen, insgesamt problematischer für Fischgemeinschaften in Fließgewässern sind als Schäden durch Wasserkraftanlagen.

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