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Umweltmonitoring: RoBiMo-System das erste Mal zu Wasser gegangen

Prof. Jörg Matschullat (links) mit dem Masterstudenten Karsten Gustav bei Arbeiten an der Plattform auf dem Kreuzteich am Schwanenschlösschen
Quelle: Detlev Müller / TU Bergakademie Freiberg
13.07.2020 − 

Das von Forschern der TU Bergakademie Freiberg entwickelte Roboter-System RoBiMo (Robotergestütztes Binnengewässer-Monitoring) ist jetzt das erste Mal zu Wasser gegangen. Es soll künftig dank künstlicher Intelligenz komplett autonom auf Seen fahren und dabei kontinuierlich verschiedenste Umweltparameter messen und die Wasserqualität von Talsperren und Stauseen jederzeit in Echtzeit überprüfen können, heißt es in einer Mitteilung der TU.

Das Augenmerk liege dabei vor allem auf der neuentwickelten Plattform. Damit ließen sich verschiedene Geräte für Experimente und Messungen transportieren und steuern. An Position gebracht werde sie von einem Schwimmroboter. Erste Tests zur Gaszusammensetzung im Wasser erfolgten nun am Kreuzteich in Freiberg. Sie sollen Rückschlüsse auf die Respiration (Atmung) von Seen und Talsperren ermöglichen. Das sei bisher vor allem an kleineren Seen und Talsperren mit für normale Boote oder Schiffe unzugänglichen Stellen nur schwer und nicht in Echtzeit möglich. Dabei sei gerade Binnengewässer an der Speicherung beziehungsweise der Freisetzung von klimawirksamen Spurengasen (Kohlendioxid, Methan, Lachgas) überdurchschnittlich beteiligt.

„Der erste Testlauf lief sehr zufriedenstellend und hat gezeigt, dass unser Konzept für die modulare Plattform aufgeht“, so Prof. Jörg Matschullat von der TU Bergakademie. Nun werde noch ein wenig am Prototyp gearbeitet. Im nächsten Schritt werde die Monitoring-Plattform mit einer Sensorkette und einem Sonar erweitert. Das ermögliche die Messung von Temperatur, Druck, pH-Wert und chemischen Inhaltsstoffen sowie das hochauflösende bildhafte Erfassen des Gewässergrundes. „Perspektivisch denken wir an eine vollständige Autonomie der Plattform mit Eigenantrieb, Kollisionsprävention unter und über Wasser sowie einer automatisierten Übertragung der bei seiner Fahrt erfassten Umwelt- und Geodaten an eine Basisstation am Ufer. Von dort können wir die Informationen mit Hilfe künstlicher Intelligenz aufbereiten und in 3D visualisieren“, meint die Koordinatorin des RoBiMo-Projektes, Prof. Yvonne Joseph.

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