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Virtuelle Inspektionen von Abwasseranlagen sollen künftig CO2 und Wartungszeit sparen


Quelle: EVS
03.09.2020 − 

Das August-Wilhelm Scheer Institut und der Entsorgungsverband Saar (EVS) arbeiten derzeit an einer neuartigen technologischen Lösung für schnellere und wirtschaftlichere Inspektionen von Abwasseranlagen. Zum Einsatz kommt dabei ein digitales Abbild der Anlage und Virtual Reality, schreibt der EVS in einer Mitteilung. Dadurch könne die bisher noch aufwändige Wartung und Kontrolle kostengünstig, schnell und CO2-reduzierend durchgeführt werden.

Das Pilotprojekt an einer Anlage des EVS für das Recycling von Klärschlamm zeige vielversprechende Potentiale virtueller Inspektionen. Die saarländische Infrastruktur zur Abwasserentsorgung und -aufbereitung besteht nach Angaben des Entsorgungsverbandes aus rund 140 Kläranlagen. Die stark verzweigte Struktur müsse für einen ordnungsgemäßen Betrieb regelmäßig inspiziert und gewartet werden. Derzeit seien die Mitarbeiter des Betriebes für die Kontrolle der Kanäle, Pumpwerke, Regenwasserbehandlungsanlagen etc. oft stundenlang unterwegs.

Einfacher soll die Inspektion mit Hilfe eines digitalen Abbilds der realen Anlage - dem sogenannten „Digitalen Zwilling“ werden. Dabei übermitteln Sensoren und Kameras in der Anlage über eine Cloud Informationen online an das digitale Abbild. Auf diese Weise entstehe der Digitale Zwilling, der alle nötigen Informationen für den Wartungstechniker visualisiere. Der Betriebszustand der Anlage könne damit ortsunabhängig und zu jeder Zeit überwacht und der Wartungsbedarf ermittelt werden.

360°-Kamera in Klärschlamm-Mineralisierungsanlage installiert

Im Pilotprojekt ist in einer Klärschlamm-Mineralisierungsanlage auf der Kläranlage des EVS in Homburg eine 360°-Kamera vom August-Wilhelm Scheer Institut installiert worden. Eine Verknüpfung mit den Betriebsdaten der Anlage soll künftig eine einfache und komfortable Zustandsanzeige und –beurteilung erlauben. Sobald Informationen der Anlage von einem EVS-Mitarbeiter angefordert werden, sende die Kamera einen hochauflösenden Videostream der realen Anlage. Über eine Virtual Reality-Brille könne der Mitarbeiter in einem 360°-Livebild eine Darstellung der Anlage und deren Betriebsdaten sowie weitere Informationen wie Stammdaten, technische Zeichnungen oder Bedienungs- und Wartungshinweise betrachten.

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