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Weltwasserforum: AöW unterstützt Alternativen

13.03.2012 − 

Die Dominanz der privaten Konzerne beim Weltwasserforum in Marseille hat die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) kritisiert. Zwar sei zu begrüßen, dass die Veranstaltung Wasser- und Abwasserthemen weltweit ins Blickfeld rücke. "Allerdings wird bei genauer Sicht auf die Träger der Veranstaltung deutlich, dass die großen weltweit agierenden Wasserkonzerne dabei ein Übergewicht haben, nicht zuletzt durch ihre finanzielle Macht, die sie aus Profiten aus dem Wassergeschäft erzielen", sagte die Geschäftsführerin der AöW, Christa Hecht, am Dienstag.

Das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung sei unveräußerlich und gehöre deshalb in öffentliche Hände. Die AöW rief daher zur Unterstützung des parallel zum Weltwasserforum ebenfalls in Marseille stattfindenden Alternative Wasserforums FAME auf. Dieses verdeutliche, dass es auch andere Wege gebe als die gewinnorientierte Vermarktung der Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung, die von den multinationalen Konzernen, einigen Regierungen und internationalen Institutionen propagiert werde, so Hecht. "Wasser gehört allen, Wasser brauchen alle, Wasser darf nicht privatisiert werden!"

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