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Wie den Wasserbedarf städtischer Grünflächen nachhaltig decken?

Wie den Wasserbedarf städtischer Grünflächen nachhaltig decken?
Berlin
19.03.2021 − 

Auf mit Sträuchern bepflanzten Flächen verdunstet weniger Wasser als auf Wiesen. Diese Erkenntnis zieht das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) im Forschungsverbund Berlin aus einer Analyse unterschiedlicher Grünflächentypen in Berlin.

Wie das Institut dazu in einer Mitteilung schreibt, leiden städtische Grünflächen zunehmend unter anhaltend warmen und trockenen Perioden. Selbst in gemäßigten Breiten wie in Deutschland sinken die Niederschläge bei gleichzeitig hohen Verdunstungsraten und der Bedarf an Bewässerung wächst. Ein IGB-Team hat deshalb den Wasserverbrauch üblicher Stadtvegetation in Berlin untersucht.

Die Arbeitsgruppe analysierte mithilfe isotopischer Tracer und hydrometrischer Messungen, wie sich das Wasser in den unterschiedlichen Grünflächentypen verteilt. Dabei konnten die Forschenden bestimmen, wie viel Niederschlagswasser verdunstet, von Pflanzen aufgenommen wird oder im Boden versickert und das Grundwasser speist. Die Studie liefert erste Hinweise darauf, wie bislang unbewässerte – also natürliche – städtische Grünflächen auf den Klimawandel reagieren werden. Nehmen warme und trockene Sommer zu, könnten Bewässerungsstrategien auch hierzulande künftig an Bedeutung gewinnen, heißt es.

Stadtbäume haben hohen Wasserbedarf

Im Rahmen der Studie wurde verglichen, welche konkrete Rolle Wiesen, Sträucher und Bäume bei der Verdunstung, für die unterirdischen Fließwege und die Wasserspeicherung während längerer Trockenperioden mit episodischen Regenfällen spielen. Laut der Studie sind Böden unter Baumbeständen besonders trocken. Das liege neben der Verdunstung direkt von den Baumkronen vor allem am hohen Wasserbedarf der Stadtbäume.

Um zukünftigem Trockenstress infolge mehrerer aufeinanderfolgender Dürrejahre entgegenzuwirken, werde sehr wahrscheinlich ein nachhaltiges Bewässerungsmanagement erforderlich sein. Auch Wiesenflächen zeigen hohe Verdunstungsraten, und zwar in den oberen Bodenschichten. Dennoch begünstigen Grasflächen, dass Regenwasser versickert und so den Boden mit Feuchtigkeit versorgen sowie zur Grundwasserneubildung beitragen kann.

Sträucher von Vorteil

Auf mit Sträuchern bepflanzten Flächen verdunstet weniger Wasser als auf Wiesen, ergab die Studie. Der Wasserverbrauch von Sträuchern beschränke sich auf die oberen und mittleren Bodenschichten. Somit könne sich diese Vegetationsform potentiell als sehr vorteilhaft erweisen, um den Wasserverbrauch zum Erhalt städtischer Grünflächen in längeren Dürreprioden gering zu halten.

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