|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

Wie lässt sich die Qualität von Trinkwasser in Versorgungsnetzen automatisiert steuern?

Wie lässt sich die Qualität von Trinkwasser in Versorgungsnetzen automatisiert steuern?
Symbolbild Trinkwasser
13.10.2020 − 

Die Technische Universität (TU) Ilmenau untersucht im Rahmen eines neuen Projektes innovative Möglichkeiten, mit denen die Qualität von Trinkwasser in Versorgungsnetzen automatisiert gesteuert werden kann.

Ein Wissenschaftlerteam des Instituts für Automatisierungs- und Systemtechnik entwickelt dabei ein digitales Online-Überwachungssystem, das Veränderungen der Wasserqualität im Versorgungsnetz aufspürt, damit gegebenenfalls Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Das Forschungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit über 270.000 Euro über drei Jahre gefördert, geht aus einer Mitteilung der TU hervor.

Während in den letzten Jahrzehnten die zuverlässige und sichere mengenmäßige Versorgung mit Trinkwasser weltweit gut erforscht worden sei, hätten sich hinsichtlich der Qualität des Trinkwassers Probleme aufgetan. Der Bevölkerungsrückgang habe dazu geführt, dass der Wasserverbrauch zurückgegangen sei; da aber gleichzeitig das Versorgungsnetz unverändert groß geblieben sei, verweile das Wasser länger in den Rohren, wodurch sich die Trinkwasserqualität verschlechtern könne.

Hinzu komme, dass eine etwaige Verschlechterung der Wasserqualität oft nicht schnell genug entdeckt werde, da Wasserproben nicht flächendeckend, sondern nur stichprobenartig entnommen würden. Auch seien Laboranalysen der Wasserqualität oft zeitaufwändig, so dass Qualitätsveränderungen erst zeitversetzt festgestellt würden.

Um eine hohe Trinkwasserqualität sicherzustellen und die in der Trinkwasserverordnung aufgeführten Inhaltsstoffe und Werte einzuhalten, hat die TU Ilmenau jetzt das Forschungsprojekt „Online Monitoring and Digital Control in Drinking Water Distribution systems (MoDiCon)“ – Online-Monitoring und digitale Steuerung in Trinkwasserversorgungssystemen – gestartet. Prof. Pu Li, der Leiter des Fachgebiets Prozessoptimierung, und seine Mitarbeiter erforschen im Zuge der Digitalisierung im Wassersektor vollkommen neue Ansätze, die Trinkwasserqualität auf der Basis von Messdaten und Simulationsmodellen online optimal zu beeinflussen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Neues Verfahren zur effektbasierten Bestimmung organischer Schadstoffe

Großkläranlage Bottrop bekommt Anlage zur solarthermischen Klärschlammtrocknung  − vor