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Wupperverband plant Umsetzung von Gewässerprojekten und weitere Kooperationen

Wupperverband plant Umsetzung von Gewässerprojekten und weitere Kooperationen
Bildquelle: Wupperverband
30.01.2019 − 

Der Wupperverband will auch in diesem Jahr weitere Projekte zur Gewässerentwicklung in Kooperation mit der Stadt Wuppertal umsetzten. Das teilte der Verband am Dienstag mit. Außerdem arbeitet der Wupperverband weiter an einer Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Talsperren im Verbandsgebiet.

Eines der wichtigsten Ziele des Wupperverbands ist die naturnahe Umgestaltung der Wupper. Deswegen soll im Frühjahr ein Projekt im Bereich Wuppertal-Kohlfurth begonnen werden. Hierbei wird die Wupper den Angaben zufolge auf einer Länge von rund 500 Metern aufgeweitet und mit Störsteinen und Inseln aufgelockert. Im Anschluss daran soll ein Projekt am Döppersberg starten, bei dem ähnliche Maßnahmen durchgeführt werden sollen.

Neue Zielvereinbarung sieht Erhöhung der Beiträge vor

Um solche Projekte im Zuge der EU-Wasserrahmenrichtlinie umsetzen zu können, sind neben Fördergeldern des Landes auch Mittel der Wupperverbandsmitglieder erforderlich, hieß es. Diese unterstützen die Flussentwicklung den Angaben zufolge und haben einer neuen Zielvereinbarung zugestimmt. Die Vereinbarung sehe vor, dass die Beiträge für Gewässerunterhaltung in den Jahren 2019 bis 2021 jeweils um fünf Prozent und von 2022 bis 2030 jeweils um vier Prozent steigen. Für 2019 liegt der Beitragsbedarf laut Wupperverband bei 3,5 Mio. Euro. So könne der Wupperverband die weitere Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie finanzieren. 

Weiter teilte der Wupperverband mit, dass die Füllstände der Wupperverbands-Talsperren in den letzten zwei Monaten wieder deutlich gestiegen sind. Ende Januar lagen sie bei 63 Prozent, was 15,6 Mio. Kubikmeter Wasser entspricht. Dies ist im Vergleich zu November mit nur 26 Prozent eine enorme Steigerung.

Die Trockenheit im Sommer habe verdeutlicht, dass sich der Verband damit beschäftigen muss, wie sich die Situation bei künftigen Trockenphasen und anderen Auswirkungen des Klimawandels entwickelt. Neben Forschungsprojekten sowie vernetzter Talsperrensteuerung, z. B. von Wupper- und Bever-Talsperre, ist für den Wupperverband eigenen Angaben zufolge die Reduzierung der Niedrigwasseraufhöhung ein Ansatzpunkt bei lang anhaltender Trockenheit. 

Wie können Wasservorräte geschützt werden?

Wie die Schonung des Wasservorrats in Zukunft aussehen könnte, will der Verband an der Trinkwassertalsperre Große Dhünn untersuchen. Der Verband hat daher aktuell die Genehmigung erhalten, in Trockenzeiten für einen Zeitraum von vier Wochen die Wasserabgabe zur Niedrigwasseraufhöhung der Dhünn zu reduzieren, hieß es. Dieser Test soll Erkenntnisse dazu liefern, ob die Wasserabgabe in Trockenzeiten zu Gunsten des Wasservorrats reduziert werden kann.

Der Verband investiert auch in seine Abwasser-Infrastruktur. So wird in der Kläranlage Burg  den Angaben zuufolge in diesem Jahr der umfangreiche Ausbau abgeschlossen, der u.a. den kompletten Wasserweg der Anlage sowie ein neues Blockheizkraftwerk umfasst. In der Kläranlage Buchenhofen soll im Sommer 2019 eine neue Schlammentwässerung in Betrieb gehen.

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