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Zweckverband Frohnbach baut Klärschlamm-Pyrolyseanlage


Bildquelle: cpt212 - stock.adobe.com
25.06.2018 − 

Der Zweckverband Frohnbach baut eine Anlage zur Klärschlammverwertung durch Pyrolyse. Das teilte das sächsische Umweltministerium mit. Durch die Pyrolyse soll die Menge an Klärschlamm von etwa 1.450 Tonnen im Jahr um etwa 90 Prozent auf unter 170 Tonnen Pyrolyserückstand pro Jahr in der Kläranlage Niederfrohna reduziert werden. Die sei die erst technische Umsetzung zur Erfüllung der neuen Klärschlammverordnung in Sachsen.

Die Planung sieht vor, auf dem Gelände der Kläranlage in Niederfrohna den  dort anfallenden  Klärschlamm zu trocknen und bei einer Temperatur von ca. 600°C thermisch zu behandeln. So wird ein keimfreies Karbonisat gewonnen, in dem keine organischen Schadstoffe und sonstigen Fremdstoffe mehr enthalten sind. Das erklärte Peter Philipp, Geschäftsführer der Infraplan Ingenieure GmbH, die die Anlage geplant hat, gegenüber EUWID Wasser und Abwasser.

Das durch die Pyrolsye erzeugte Karbonisat besitzt einen Phosphatgehalt von ca. 12 bis 13 Prozent. Eine Rückgewinnung des Phosphors ist derzeit noch nicht geplant, so Phillipp. Die Anlage selbst schaffe aber die Voraussetzungen für eine spätere P-Rückgewinnung, die vom Gesetzgeber ab 2029 von größeren Kläranlagen gefordert wird.

Das Projekt ist laut Philipp ein Pilot- und Demonstrationsvorhaben des Freistaates Sachsen und soll 2019 in Betrieb gehen. Ansatz der Planung war eine dezentrale Lösung für den tatsächlichen Klärschlammanfall auf Kläranlagen. Die Größe der Pyrolyse richte sich demnach nach dem Bedingungen des Kläranlagenbetreibers und nicht umgekehrt.

Bei der Entwicklung des Projektes wurde laut Umweltministerium Wert darauf gelegt, alle vorhandenen Energieträger wie Klärgas, Elektroenergie und die Abwärme des Blockheizkraftwerkes einzubinden. Die Umsetzung des Pyrolyse-Projektes – mit Gesamtkosten von 3,2 Millionen Euro – wird zu 80 Prozent durch Mittel des Landes gefördert, hieß es.

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