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Prioritäre Stoffe: Private Wasserwirtschaft unterstützt Ziele der EU-Kommission

Prioritäre Stoffe: Private Wasserwirtschaft
Bildquelle: Rat der EU
30.07.2013 − 

Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. (BDE) hat die Ende Juli nun auch vom Rat angenommene Liste prioritärer Stoffe, die strengere Grenzwerte für Schadstoffe in Oberflächengewässern festlegt, begrüßt und als einen Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität bezeichnet.

Die private Wasserwirtschaft in Deutschland unterstütze ausdrücklich das Ziel der Europäischen Kommission, die Schadstoffbelastung der Flüsse und Seen zu minimieren, sagte BDE-Präsident Peter Kurth am Montag. Am wirksamsten können die verschärften Grenzwerte eingehalten werden, wenn Wasserverunreinigungen bereits am Ort ihrer Entstehung vermieden werden. Der Ansatz der Kommission, das EU-Wasserrecht künftig stärker mit dem Arzneimittel-, Pflanzenschutz- und Chemikalienrecht zu verknüpfen, gehe daher in die richtige Richtung.

Die Richtlinie über prioritäre Stoffe in Gewässern passt den Anhang der EU-Wasserrahmenrichtlinie an den aktuellen Forschungsstand an. Anfang Juli hatten die Abgeordneten des EU-Parlaments die neuen Vorschriften gebilligt. Darin sind für bisher 33 Pestizide, Schwermetalle und organische Schadstoffe Konzentrationsobergrenzen festgelegt. Neben der Verschärfung bestehender Grenzwerte werden auch Grenzwerte für neue Substanzen eingeführt. Für medizinische Wirkstoffe werden zunächst noch keine Konzentrationsobergrenzen festgelegt. Allerdings werden der Schmerzmittel-Wirkstoff Diclofenac und zwei Hormone auf die neu geschaffene Beobachtungsliste gesetzt. Ziel ist Daten über deren Konzentration und mögliche Auswirkungen zu sammeln. Innerhalb von zwei Jahren wird die Kommission eine Strategie erarbeiten, um die Gewässerverunreinigungen durch Arzneimittelrückstände zu verringern.

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